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1. Mose 1:3

1. Mose 1:3

Andachten

„Und Gott sprach: Es werde Licht und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. schied Gott das Licht von der Finsternis, und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag!“
Das ist der allererste Advent, als das Schöpferwort Gottes durch das Wüste und Leere und durch die lagernde Finsternis schallte: Es werde Licht! - also kommt der Advent aus der Ewigkeit! Licht ist das Kleid, das Du anhast! Lobpreist der Psalmist. Mit Seines Kleides Saum hat der lebendige Gott das Geschaffene angerührt: da wards Licht! Kein Mensch, und wär's auch der gelehrteste Naturforscher, hat jemals entdeckt und erklärt, was das Licht ist, nach Seinem Wesen: sie wissen sich viel damit, dass sie in die Sonne gucken können und herausgebracht haben, dass da Etwas verbrenne, und daher entstehe Licht und Wärme. Gott aber hat das Licht vor der Sonne geschaffen, also ist das Licht Etwas auch ohne die Sonne! - Gott sei Dank, dass Solches den Weisen und Klugen verborgen ist! Damals lobten Gott die Morgensterne und jauchzten alle Kinder Gottes! lobe und jauchze Du nur auch immerhin im heiligen Advent! warum tun's denn nicht Alle? warum gab's eine Zeit, da Du es auch nicht tatest? siehe, so lange man nur dies natürliche Licht kennt, das damals in der Finsternis aufleuchtete, so lange kommt man nicht zum Loben und Jauchzen; hält auch nicht Advent; hier aber ist Einer, der spricht: Ich bin das Licht der Welt! kennst Du Den? - es ist Jesus Christus, der Herr! in Seinem Lichte sehen wir das Licht! (Ps. 36) durch das übernatürliche Licht geht's hindurch, dann kommst Du auch zum Erkennen und Danken für das natürliche Licht! - Gott aber schied das Licht von der Finsternis, und was Gott geschieden hat, das sollen wir geschieden bleiben lassen. Die Nacht ist keines Menschen Freund! auch nicht die Sünden-Nacht?? - ach, wenn's so wäre, dann könntest Du wohl auch mit der Nacht draußen gut Freund werden. O, Herr Gott! Der Du Licht anhast und Licht schaffst, wir bitten Dich für uns, für unsere Häuser, für unser Vaterland, für diese ganze Erdenwelt: lass es an diesem Abend des ersten Advents Tages über uns heißen: „Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag!“ (N. Fries)


Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht!
„Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst; Ich will dich mit Meinen Augen leiten“ (Ps. 32, 8). Lass mich hören die Stimme Deines Wortes, „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ (Ps. 119, 105). Ich verstehe Deiner Augen Wink, anbetend soll ich weilen vor der Offenbarung Deines überweltlichen, ewigen Wesens und Deiner Herrlichkeit, die hervorbricht wie ein Licht und uns erleuchtet zur Erkenntnis Deiner wunderbaren Majestät. Ich darf der allertiefsten Offenbarung Deiner ewigen Liebe und herablassenden Freundlichkeit an Deinem Tische nicht nahen, ich habe denn zuvor immer wieder einen Blick getan in Deine ewige Majestät und Herrlichkeit; und so oft ich komme zu Deinem Tische, soll ich wachsen in der Erkenntnis Gottes. Ach, Du wunderbarer Gott, Du wohnst in einem Lichte, da Niemand zukommen kann; Du thronst in der uns unzugänglichen Herrlichkeit, Du einiges Wesen, Gott Vater, Sohn und Geist! Wie könnte ich Dich kennen und Deinen Namen nennen, wenn Du nicht herausgetreten wärst aus der Überweltlichkeit und Dich offenbart hättest als den Vater des Lichts, der da spricht, und es geschieht, der da gebietet, und es steht da. Wie allmächtig, wie schöpferisch ist Dein Wort, o lebendiger Gott! So trittst Du in Deiner Schöpfung vor uns hin und bist in dieser Schöpfung, obgleich die Himmel Dich nicht fassen, und alle Herrlichkeit der Schöpfung vor Dir nur ist wie das Stäublein auf der Wage, wie der Tropfen am Eimer! Und dennoch, o Du ewiger Gott, gehst Du zu Deiner Schöpfung ein und zeigst Dich uns! Licht ist Dein Kleid, das Du anhast.“ Und wie herrlich bist Du, o Gott! Die Himmel erzählen Deine Ehre, und die Feste verkündiget Deiner Hände Werk. Und wie gütig bist Du! Ein Wort Deines Mundes, und „Du rufst dem, das nicht ist, dass es sei.“ Aber, o Du wesentliches, ewiges Wort, Du Offenbarer der tiefsten, verborgensten Herrlichkeit Gottes, mein Heiland und mein Herr, wie ist in Dir die ganze Fülle der Gottheit offenbar geworden! Du bist ja das Licht der Welt in Person! Gott sprach noch einmal: „Es werde Licht!“ Und es ward Licht, das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen Seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Und Du willst mit Deinem Lichte und Deinem Leben mich erfüllen, und ich soll in Deinem Lichte wandeln, soll in Dir sein, von Deinem Licht umflossen, von Deiner Liebe getragen, soll schmecken und sehen, wie freundlich Du bist! Ach, wie groß und majestätisch bist Du in Deinem ewigen Lichte, wie gütig und herrlich in Deiner Offenbarung als Schöpfer und Erlöser, als Tröster und Helfer der Elenden! Und alle Deine Worte sind voll Licht und Leben, auch die, welche mich rufen zu Deinem herrlichen Sakramente. Da soll ich Dich ganz finden, ganz haben, Dich, das ewige Wort, den Mittler der Schöpfung; Dich, den Mittler meines Heils; Dich, den Spender des Geistes, den Offenbarer aller verborgenen Gottesgnade und Gottesherrlichkeit. „Ach, gib an Deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommenen Teil und lass unsre Seele sich immer schicken, aus Not und Liebe nach Dir zu blicken ohn Unterlass.“

Mit Deinen Augen leite mich, und Deiner Augen Licht sei meine Freude und Wonne. Ich verstehe, was Du mir gesagt Du bist das Licht der Welt! Schöpferisch ist Dein Wort überall, auch das Wort Deines heiligen Testamentes. So Du sprichst, so geschieht es; so Du gebietest, so steht es da. Wie Du, o ewiges Licht, aus der verborgenen Herrlichkeit hervortratest in der Schöpfung und Deine Schöpfung kleidetest mit dem Licht so tratest Du aus dem ewigen Lichte und aus der Herrlichkeit bei dem Vater in die Welt und wurdest unser Heil; und so trittst Du nun noch immer zu uns, und Dein Licht leuchtet in Deiner Gemeinde, Du bist bei uns, und der Glanz Deiner Herrlichkeit umstrahlet Deinen Altar. Rede Du, Herr, zu mir immerdar, Deine Nähe macht die anbetende Seele stumm in heiliger Freude. Du unerschaffenes, ewiges Licht, erfülle mich mit Licht und Leben von Dir, sag Du zu meiner Seele: „Ich bin dein Heil!“ Amen. (Wolfgang Grashoff)

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