Offenbarung 20,11

Andachten

Offenbarung 20,11-15

Die höchste irdische Vollendung der Gemeinde des Herrn im tausendjährigen Reich ist noch nicht ihre volle himmlische Verklärung. Letztere ist erst möglich nach einem letzten und äußersten Kampf und Sieg. Gegen das Ende der tausend Jahre schleicht sich nämlich wieder eine Sicherheit, eine laodicäische Gesinnung ein, und Satans Macht bricht, wenn auch nur auf kurze Zeit, wieder hervor; wilde Völkerschaften (Gog und Magog) beginnen einen Vertilgungskrieg gegen die Stadt Gottes. Gott lässt diese letzte Anstrengung des Bösen zu, um den Gegensatz des Bösen und Guten recht scharf zu offenbaren und die vollkommene Scheidung beider vorzubereiten. Darauf vernichtet Er selbst die Feinde seines Reiches unmittelbar und vollzieht das letzte oder Jüngste Gericht. Die sichtbare Welt flieht vor dem Herrn und geht unter; die Toten stehen alle auf, die Bücher werden aufgetan, sowohl das Buch, in welchem die menschlichen Handlungen verzeichnet stehen, als das Begnadigungs- und Rettungsbuch der Erwählten. Ist das auch ein Bild, das Bild hat doch seine Bedeutung. Es bedeutet, dass Gott nichts vergisst, dass Er nach Ordnung und Gerechtigkeit richtet, dass Alles vollständig, gründlich, haarklein und unwidersprechlich an Tages Licht kommt, das Böse wie das Gute, der Unglaube wie der Glaube. Darauf werden Tod und Totenreich (Hölle) dem Reich der Verdammten zugewiesen, dem ewigen Sterben ohne Hoffnung der Seligkeit, und ohne Erlösung aus dem Flammenpfuhl. Die Uhr in der Ewigkeit ist einmal aufgezogen, und läuft nimmer wieder ab. Es gibt dann keine Mitte mehr: jeder ist entweder ewig selig und herrlich oder ewig verdammt, jeder ist bei dem, des Bild er getragen. Wessen Name hier im Himmel angeschrieben war, dessen Loos wird auch dort der Himmel sein. Wir wollen uns deshalb oft das Lebens- und Weltende vergegenwärtigen und oft beten: Hilf, Gott, dass jeder kommen mag, wo tausend Jahr ist wie ein Tag; vor dem Ort uns, o Gott, bewahr, wo ein Tag ist wie tausend Jahr. Amen. (Friedrich Arndt)

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