1. Johannes 3,3

Andachten

Ein Jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reiniget sich, gleich wie er auch rein ist.
Ein reines Herz ist eine Wohnung der heil. Dreieinigkeit, wer diese Stufe erreicht und so hoch geadelt wird, ist das glücklichste Geschöpf. Gott ist das reinste Licht, vor seinen Augen macht uns die Sünde unrein. Nun muss das Herz gereinigt werden. Verwandelt werden in das Ebenbild Gottes durch Jesum Christum, als den Herrn, bis zur Urgestalt, macht fähig und tüchtig, Gott zu schauen. Wir sprechen zwar mit Salomo (Sprichw. 16, 9.): Wer will sich rühmen, ein reines Herz zu haben? Allein es ist nicht so arg, dass du kein reines Herz hast, als es ist, dass du nicht zu Christo, dem Herrn, der es rein machen kann, deine Zuflucht nehmest, und ihn um diese Gabe anflehest (Joh. 3, 19. und 5, 40.). Er reinigt unser Herz durch den Glauben, das ist die einzige Bedingung, welche er stellt (Apostg. 15, 9.). (Hahn und Hiller.)


Ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu Ihm (Ihm ähnlich zu werden), der reinigt sich, gleichwie Er auch rein ist.
Hoffnung haben ist eine in der Wiedergeburt uns beigelegte und durch die Kraft des Heiligen Geistes zum Herrschen gediehene Stärke unseres inwendigen Menschen, mit welcher wir uns an das, was wir nicht sehen, halten können, als sähen wir es. Die Gemeinschaft mit Gott als mit einem Licht, wie sie hier im Glauben und Gebet geführt wird, erfordert schon reine Herzen und Hände und kann nicht ohne die reinigende Kraft des Blutes Jesu Christi und deren tägliches Gesuch und Erfahrung behauptet werden. Was muss aber noch vielmehr die Hoffnung, einen ungleich näheren Zutritt zu Gott zu erlangen, für ein Gemerk wecken, wobei uns das geringste Stäublein, das dieser Hoffnung Abbruch tun könnte, nicht gleichgültig bleibt, sondern man nicht nachlässt, die im Namen und Blut des Herrn Jesu, die im Geist unseres Gottes angebotene Kraft dahin anzuwenden, dass Herz und Seele gereinigt und mit der genauesten Wachsamkeit verhütet werde, dass auch durch Sinne und Glieder nichts eindringe, was unsere Hoffnung schwäche. Gott und unser getreuer Heiland ist rein und in seiner Liebe keusch; aber eben deswegen auch eifrig und lässt sich nichts an die Seite setzen. (Karl Heinrich Rieger)

Predigten

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