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Hebräer 2,13

Hebräer 2,13

Andachten

Siehe da, Ich und die Kinder, welche Mir Gott gegeben hat.
Paulus hatte V. 10. von Christo gesagt, dass Er schon viele Kinder als der Herzog ihrer Seligkeit zur Herrlichkeit eingeführt habe. Er beschreibt Ihn aber hernach nicht als den Vater dieser Kinder, sondern als den Erstgebornen unter vielen Brüdern, und sagt: sintemal sie Alle von einem (Abraham, Noah, Adam) kommen, beide, der da heiliget, und die da geheiligt werde, darum schämt Er Sich nicht, sie Brüder zu heißen, und spricht, Ps. 22,23.: Ich will verkündigen Deinen Namen Meinen Brüdern, und mitten in der Gemeine Dir lobsingen. Und abermals, Jes. 8,17.: Ich will als ein Mensch, der sich zu seinen menschlichen Brüdern hält, Mein Vertrauen auf Dich setzen, und abermals, Jes. 8,18.: siehe da, Ich und die Kinder, welche Mir Gott gegeben hat. Der HErr Jesus ist als der Erstgeborne unter vielen Brüdern der König und der Priester in dem Haus Gottes, oder im höchsten Verstand der Oberste im Opfer und der Oberste im Reich, wie es Ruben, der erstgeborne Sohn Jakobs, unter seinen Brüdern vorbildlich hätte sein sollen, 1 Mos. 49,3., darum nennt Ihn der Apostel den Herzog oder Heerführer zur Seligkeit, und sagt, dass Er schon viele Kinder Gottes, die Er Seine Brüder nenne, als ihr Fürst und König zur Herrlichkeit geführt habe. Er sagt aber auch, dass Er sie heilige; denn der Erstgeborne musste in den ältesten Zeiten nach Gottes Ordnung auch der Priester sein, der seine Brüder durch sein Opfer heiligte.

Dem Messias also wird Jes. 8. die Rede an Seinen himmlischen Vater zugeschrieben: binde zu das Zeugnis des Evangeliums, versiegle das Gesetz für Meine Jünger, dass es für sie eine gute Beilage, andern aber verschlossen sei, s. Matth. 11,25. Denn Ich hoffe auf den HErrn, der Sein Antlitz verborgen hat vor dem Haus Jakob, und es in der Finsternis dahin gehen lässt: Ich aber harre Sein, und hoffe, Er werde doch aus den Übrigen dieses Volkes eine christliche Kirche entstehen lassen. Nun sah aber der Messias die Kirche, nun erblickte Er die Jünger, von denen Er V. 16. geredet hatte, und sagte deswegen: siehe, hier bin Ich und die Kinder, die Mir der HErr gegeben hat, zum Zeichen und Wunder in Israel vom HErrn Zebaoth, der auf dem Berg Zion wohnt. Wenn es also unter dem Christenvolk, wie ehemals unter dem Volk Israel, sehr elend aussieht, und das Evangelium keine oder wenig Frucht zu bringen scheint, so sollen wir, wie Christus selbst im Stand Seiner Erniedrigung getan hat, auf den HErrn harren, der Seinem Sohn eine große Menge zur Beute zu geben versprochen hat, oder der Ihm Kinder gibt, die Er als Seine Brüder dem Vater darstellt. Wenn man die tiefe Verderbnis der menschlichen Natur und den Grimm und die List der bösen Engel ansieht, so kann man solche Kinder Gottes für ein Zeichen und Wunder ansehen. Sie sind aber eben deswegen dem himmlischen Vater und Seinem Sohn sehr lieb und wert. Der Vater gibt sie dem Sohn, und der Sohn stellt sie dem Vater dar als Sein und des Vaters Eigentum. Der Sohn Gottes pranget gleichsam fröhlich mit ihnen, und sagt deswegen: siehe! denn sie sind die Heiligen und Herrlichen, an denen Er alles Wohlgefallen hat, Ps. 16,3. Wohl dem, der unter sie gerechnet werden kann! (Magnus Friedrich Roos)

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nt/58/hebraeer_2_13.txt · Zuletzt geändert: von aj
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