1. Thessalonicher 4,16

Andachten

Er selbst, der HErr, wird mit einem Feldgeschrei, und Stimme des Erzengels, und mit der Posaune Gottes hernieder kommen vom Himmel.
Es werden hier von der Zukunft unseres HErrn zum Gericht solche Umstände gemeldet, die sonst nirgends auf diese Weise beschrieben sind. Dasjenige, was Luther Feldgeschrei übersetzt hat, ist eigentlich eine laute Stimme, wodurch eine ganze Menge von Menschen auf einmal angeschrien wird. Vielleicht ist also hier die Stimme des Sohnes Gottes selber gemeint, welche von Allen, die in den Gräbern sind, auf einmal gehört werden wird. Neben, oder nach diesem lauten Ruf wird aber auch die Stimme eines Erzengels oder eines Fürsten unter den Engeln gehört werden. Ob dieser Engelfürst der Michael, dessen Dan. 10,21. 12,1. Jud. 9. Meldung geschieht, oder ein Anderer sein werde (wie es dann ohne Zweifel viele solche Fürsten unter den Engeln gibt), wissen wir nicht. Auch wissen wir nicht, was die Stimme dieses Erzengels sagen oder wirken werde. Was die Posaune oder eigentlich die Trompete Gottes anbelangt, so sagt Christus Matth. 24,31.: Er werde bei Seiner Zukunft Seine Engel mit einer Trompete, die einen großen Laut habe, senden, und sie werden Seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende der Himmel bis zu dem andern Ende derselben; 1 Kor. 15,51.52.53. aber schreibt Paulus: siehe, ich sage euch ein Geheimnis, alle zwar werden wir nicht entschlafen, alle aber werden verwandelt werden in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Trompete, denn er wird trompeten, und die Toten werden auferweckt werden als unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Hieraus möchte zu schließen sein, dass bei der Zukunft des HErrn den Engeln etwas, das eine Trompete von einem großen Laut heißen kann, werde gegeben werden, und dass diese Trompete eben deswegen, weil sie sehr stark tönen wird, die Trompete Gottes heiße, aber auch die letzte Trompete, weil vorher andere, sonderlich die sieben, deren die Offenbarung Johannis Meldung tut, gebraucht worden sind. Durch diese Trompete werden die Auserwählten zusammenberufen werden, damit sie sich versammeln; indem sie aber so zusammenberufen werden, wird zugleich bei Allen, bei den Lebendigen wie bei den Toten, eine Verwandlung vorgehen. Bei der Gesetzgebung auf dem Berg Sinai hörte man Donner, man sah Blitzen, folglich Feuer, man hörte den Ton einer sehr starken Trompete, der nach und nach stärker wurde, und hörte endlich eine sehr laute Stimme, welche die zehn Gebote aussprach. Aber bei der letzten Zukunft des HErrn wird es noch herrlicher hergehen. Ist uns in der Beschreibung aller dieser Dinge noch Vieles dunkel; so können wir doch merken, dass Sich der HErr Jesus durch dieselben als ein herrlicher und mächtiger HErr offenbaren werde. Wer wird aber den Tag Seiner Zukunft ertragen können? Wer wird bestehen? Das Volk Israel, das bei der Gesetzgebung vor dem Berg Sinai stand, erschrak und floh, und Gott schonte seiner Schwachheit, indem Er hernach mit der fürchterlichen Offenbarung Seiner Herrlichkeit inne hielt, und mit Mose allein redete. Allein am jüngsten Tage wird ein Jeder für sich stehen, und Alles sehen und hören müssen, und es wird kein Zufluchtsort vorhanden sein. Man bedenke also bei Zeiten, was Luk. 21,34.35.36. 2 Petr. 3,14. und 1 Joh. 2,28. steht, und richte sich danach. (Magnus Friedrich Roos)

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nt/52/1._thessalonicher_4_16.txt · Zuletzt geändert: von aj
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