Matthäus 28,11

Andachten

Etliche aber von den Hütern kamen in die Stadt und verkündigten den Hohenpriestern, was geschehen war. Und sie gaben den Kriegsknechten Geld genug und sprachen: Sagt: Seine Jünger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wir schliefen.
Die Feinde und Mörder des Herrn bekamen auch Nachricht von dem was geschehen. Aber bei ihnen hieß es: „Wir wollen nicht glauben. Mag es noch so augenscheinlich sein, mag der Auferstandene vor uns stehen, es muss doch ein Anderer sein, wir wollen nicht glauben.“ Warum das? Recht wollten sie behalten in ihrer Sünde. Darum wollten sie Gotte seine große Gnadentat ablügen. Die Welt sollte Nichts davon erfahren. Mit Geld hatten sie Christum ins Grab gebracht, mit Gelde wollten sie ihn darin erhalten. O wie blind macht doch die Sünde! Wie verfinstert sie den Verstand so ganz und gar! Gott lässt die Erde erbeben, ruft sein Kind aus dem Grabe, sendet seine Engel als Osterboten, und diese Toren wollen das Alles mit 40 oder 50 Silberlingen ungeschehen machen! Gibt es auch noch Solche? Ja, die Fülle. Die Kirche hat ganze Scharen solcher Obersten. Auch zu ihnen verirrt sich manchmal ein Osterbote, der die Auferstehung in sich selbst erfahren hat, und ruft ihnen zu: „Christ ist erstanden!“ Da antworten sie: „Schweig stille, rede von etwas Anderem. Damit bin ich fertig, denn ich will fertig sein.“ Sie mögen dergleichen nicht hören, denn an dem Auferstandenen hängt die große Auferstehung und das Gericht. Das stört den Verstockten in seinem Sündenleben. Er will dem Wächter den Mund stopfen. Und wenn die Stimme des Wächters doch drinnen gehaftet und ein banges Echo geweckt hat, dann wirft er sich hinein in die Wollust und Sorgen dieses Lebens, um so dem eigenen inneren Wächter den Mund zu schließen.

Die Osterwoche geht zu Ende, und du, o Herr, hast deine Christenheit wieder reichlich in ihr gesegnet. Das Wort vom Auferstandenen ist wiederum verkündet in allen Zungen. so behüte uns, dass wir es nicht vergeblich gehört haben oder uns dagegen verstocken. Lass das Lebenswort in uns reiches Leben wecken. Tritt entgegen den Feinden deiner Kirche, welche dich wieder in dein Grab hineinlügen wollen und das Wort von der Auferstehung für ein Märlein ausgeben. Überwältige sie mit deiner Liebe, dass auch sie mit eintreten in den großen Chor der Deinen, aus dem es hervorschallt in Jubeltönen: „Christ ist erstanden! Halleluja!“ Amen. (Friedrich Ahlfeld)

Predigten

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nt/40/matthaeus_28_11.txt · Zuletzt geändert: von aj
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