Jeremia 31,13
Andachten
„Ich will ihr Trauern in Freude verkehren, und sie trösten und sie erfreuen nach ihrer Betrübnis.“
Betrübnis gibt's viel in der Welt - ach leider! und oft ist's so, dass man meint, jetzt sei die Freude für immer fort, jetzt sei's aus und könne man auf nichts mehr rechnen. Aber der liebe Gott lässt immer wieder Freude kommen, ja er verkehrt das Trauern in Freude, und gibt damit zu erkennen, dass auch die Sache, die einen traurig gemacht hat, Gegenstand der Freude zuletzt noch werde. „Ich will sie trösten und erfreuen nach ihrer Betrübnis“, sagt Er, nicht neben oder zusammen mit ihrer Betrübnis. Wir meinen oft so gestellt zu sein, als ob die zwei Sachen, Freude und Betrübnis, müssten bei einander sein, und als ob es christliche Pflicht wäre, sie so recht bei einander zu haben. Aber so ist's hier nicht gemeint von Gott. Natürlich, es gibt eine innere Glaubens-Aufrichtung, die auch bei der Betrübnis nicht fehlen darf und eine göttliche Freude, die auch beim Trauern nicht ausgehen darf. Aber im Allgemeinen ist der Gang so: die Betrübnis voraus und hintennach die Freude. Nach der Betrübnis, mag sie noch so groß sein, gibt Gott Freude, denen die auf Ihn hoffen. Das soll auch heute unser Trost sein. . (Christoph Blumhardt)