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5. Mose 33,27

5. Mose 33,27

Andachten

Deine Zuflucht der alte Gott und unter dir die ewigen Arme.
Als Moses jene Worte geredet, da führte ihn der HErr hinauf auf den Berg Nebo und zeigte ihm das Land Kanaan und die Erbteile der Kinder Israel. Wohlan, Er hat uns hinauf geführt auf den Berg seines Worts; Er hat uns blicken lassen über uns die Zuflucht seines Vaterherzens und unter uns die Kraft Seiner ewigen Arme; Er hat uns hinüberblicken lassen ins gelobte Land, droben, droben, wo die Überwinder loben; ihr habt schimmern sehen die Erbteile der Heiligen im Licht! Wer unter uns treu ist, wer überwindet, der soll es alles ererben. Das ist der Schluss von dem hohen Lied der Liebe Gottes, das ich euch heute singen wollte. Aber die Stimme versagt über ein kleines, dann soll die neue Zunge das neue Lied singen, wenn der Mund voll Psalmen und die Hände voll Palmen sein werden, das Haupt gekrönt und das weiße Priestergewand angetan sein wird!

Wer nur den lieben Gott lässt walten
Und hoffet auf Ihn allezeit,
Den wird Er wunderbar erhalten
In aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott dem Allerhöchsten traut,
Der hat auf keinen Sand gebaut.

Sing', bet‘ und geh auf Gottes Wegen,
Verricht‘ das deine nur getreu,
Vertrau des Himmels reichem Segen,
So wird er täglich werden neu;
Denn wer nur seine Zuversicht
Auf Gott setzt, den verlässt Er nicht.

Amen. (Max Frommel)


“Das ist die Wohnung Gottes.“
Die Stelle lautet nach einer anderen Übersetzung: „Der ewige Gott ist deine Zuflucht“ oder „deine Bleibstätte“, und das will uns sagen, dass Gott unsere Heimat ist. Es liegt eine große Fülle und etwas überaus Liebliches in diesem Bilde; denn unserem Herzen ist unsere Heimat allezeit teuer, und wär's die kleinste, niedrigste Hütte, die engste Kammer; und noch viel teurer ist uns unser lieber Gott, denn in Ihm leben und weben und sind wir. In der Heimat fühlen wir uns geborgen: da schließen wir die Welt von uns aus, und weilen in sicherer Ruhe. Wenn wir bei Gott sind, „fürchten wir kein Unglück.“ Denn Er ist unser Schutz und Schirm, unsere ewige Zuflucht. Daheim ruhen wir aus; hier finden wir Erquickung nach des Tages Last und Hitze. Und so finden auch unsere Seelen Ruhe in Gott, wenn wir, ermattet vom Kampf und Gewühl des Lebens, uns zu Ihm wenden, und unser Herz sich Ihm hingibt. Daheim lassen wir unser Herz frei gehen; wir fürchten nicht, dass wir missverstanden werden, oder dass man unsere Worte verdrehe und falsch deute. Und so ist's auch, wenn wir bei Gott weilen, da dürfen wir ungehemmt und ungehindert mit Ihm umgehen und Ihm all unsere geheimen Wünsche offen darlegen; denn wenn „das Geheimnis des Herrn ist unter denen, die Ihn fürchten,“ so sollten die Geheimnisse derer, die Ihn fürchten, bei dem Herrn sein, und müssen es auch sein. Die Heimat ist auch die Stätte unseres wahrsten und reinsten Glückes: und in Gott finden unsere Seelen ihre süßeste Wonne. In Ihm genießen wir eine Freude, die alle anderen Freuden weit übertrifft. Unsrer Heimat gilt all unser Schaffen und Streben. Der Gedanke an den heimischen Herd gibt uns Kraft und Mut, der Arbeit tägliche Last zu tragen; und so stärkt uns die Liebe zu Gott, der unsere Heimat ist. Wir gedenken seiner in seinem lieben Sohn; und ein Strahl vom leidenden Antlitz des Heilandes drängt uns, für Ihn um seinetwillen zu arbeiten. Wir fühlen, dass wir arbeiten müssen, denn wir haben noch Brüder, die auch müssen errettet werden, und wir müssen unseres Vaters Herz damit erfreuen, dass wir seine verirrten Kinder suchen und heimführen; wir möchten die liebe Familie, unter der wir wohnen, gern erfüllen mit heiliger Freude und Wonne. „Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist, des Hoffnung auf den Herrn, seinen Gott, steht.“ (Charles Haddon Spurgeon)


“Unter den Armen ewiglich.“
Gott, der ewige Gott, ist selber unsere Stütze und unser Schutz zu allen Zeiten. Er trägt uns auf seinen mächtigen Armen, Er umschlingt uns mit seinen Liebes-Armen, Er deckt uns mit seinen schützenden Armen, wo wir in Not und Trübsal sinken. Es gibt Zeiten, wo der Christ sehr tief gedemütigt wird. Unter einem Gefühl großer Sündigkeit fühlt er sich vor Gott so daniedergebeugt, dass er kaum mehr zu beten vermag, weil er sich in seinen eigenen Augen zu unwert erscheint. Nun denn, du armes, liebes Gotteskind, bedenke, dass, wenn du am elendesten und übelsten dran bist, so bist du doch „unter den Armen ewiglich.“ Mag dich die Sünde noch so sehr beugen, so reicht Christi große Versöhnungsliebe noch viel weiter hinab. Du bist vielleicht tief, sehr tief gefallen, aber du kannst noch nicht so tief gefallen sein, dass du „immerdar“ verloren wärest, denn „Er auch selig machen kann immerdar, die durch Ihn zu Gott kommen.“ Der Geist versinkt oft auch in tiefe äußere Trübsal und Sorge. Jede irdische Stütze ist geraubt. Was dann? Siehe, „unter den Armen“ steht er dennoch, steht „ewiglich“ unter dem liebenden Schutze seines Gottes. Er kann nicht tiefer in Traurigkeit und Zagen fallen, als es die Bundes-Gnade eines Gottes voll ewiger Treue gestattet. Der Christ kann auch unter innere Anfechtungen kommen durch heftige Kämpfe; aber auch dann kann er nicht so tief sinken, dass er außer dem Bereich der „ewigen Arme wäre.“ Sie sind über und um und unter ihm; und weil er eine solche Stütze hat, kann ihm Satans List und Bosheit nichts anhaben. Diese Zusicherung des göttlichen Schutzes ist ein großer Trost für alle, die im Dienste des Herrn stehen. Diese Verheißung sichert uns Erquickung zu für jeden Tag, Gnade für jedes Bedürfnis, und Kraft zu jeder Arbeit. Und wenn dann der Tod kommt, bleibt die Verheißung fest. Wenn wir mitten im tobenden Jordan stehen, können wir mit David sprechen: „Ich fürchte kein Unglück, denn Du bist bei mir.“ Wir steigen hinab ins Grab, aber tiefer hinab geht's nicht mit uns, denn die „Arme“ des Ewigen halten uns, dass wir nicht tiefer fallen können. Unser ganzes Leben lang und an seinem Ende, dem Tod, werden wir getragen von „den Armen ewiglich,“ von Armen, die weder ermatten noch ermüden, die ihre Kraft unveränderlich bewahren; denn „der ewige, allmächtige Gott wird nicht müde noch matt.“ (Charles Haddon Spurgeon)

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at/05/5._mose_33_27.txt · Zuletzt geändert: von aj
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