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Lukas 17,14

Lukas 17,14

Andachten

Und da Jesus sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein.
Jesus weist die Aussätzigen zum Priester. So war es geschrieben im Gesetz Mosis. Da diese Zehn hingingen, wurden sie rein. Der Priester sprach sie rein. Er sprach aus, was der Herr an ihnen getan hatte, er gab ihnen die Erlaubnis, wieder in die Häuser zurückzukehren. Welche Gnade war ihnen widerfahren! Des doppelten Elends waren sie ledig. Die schwere Krankheit war von ihnen genommen, und ihre Familie war ihnen wiedergegeben. So er sich ihrer nicht hätte erbarmt, wie lange wären sie noch unstet und flüchtig um die Städte herumgezogen! Du Menschenkind, in wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! Aus wie viel Trübsalen hat er dich nicht errettet! Dich hat er befreit von dem alten Aussaß der Sünde. Fürwahr er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Durch seine Wunden sind wir geheilt. Auch wir ständen draußen, auch wir irrten unstet und flüchtig hin und her und hätten keine Friedensstätte, wenn er nicht unsere Sünde getilgt und eine Versöhnung gestiftet hätte zwischen uns und Gott. Er hat es getan.

Herr und Heiland Jesu Christe! Lass uns doch immer mehr erkennen, wie deine Hand es ist, der wir Alles zu danken haben, was an Heil und Segen uns zufällt. Du beschützt uns, du segnest in Haus und Beruf, du gibst Speise und Trank, du schenkst Friede und Freude, Gesundheit und Leben. Aber wir wollen so oft uns selbst rühmen unsrer Erfolge und Verdienste. Und doch zeigt uns ein Blick auf unser Leben immer nur unsere Schwachheit und deine Kraft, unsere Sünde und deine Gnade. O mache uns stark und rein in dir, dass wir deine Kraft und Gnade nicht verscherzen. Amen. (Friedrich Ahlfeld)


Und da Jesus sie sah, sprach er zu ihnen: geht hin und zeigt euch den Priestern, und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein.
Jesus hörte die Aussätzigen nicht, so sehr sie ihre Stimme erhoben, denn sie war heißer, aber wenn sie auch nur geseufzt hätten, ernstlich geseufzt, sein Auge würde sie bald erkannt haben, denn er ist der Allwissende, er, der das Schreien der jungen Raben hört, er vernimmt auch das Seufzen unseres Geistes; ehe sie rufen, will ich hören. - Da er sie sah, sprach er. O welch ein erbarmendes Herz ist das Herz Jesu. Sie taten ihm nicht die volle Ehre an, aber sie brauchten ihn, sie waren eben hilfsbedürftige Leute, sie nahmen eben seine grundlose Barmherzigkeit in Anspruch. Alles Elend, alles menschliche Elend ging ihm zu Herzen; wo ein Seufzen nach Erlösung war, da half er. Er wusste sogar, dass unter diesen Kranken nicht ganz redliche seien, aber sie nahmen eben seine Barmherzigkeit in Anspruch; wo es , erbarme dich“ hieß, da konnte er nicht mehr widerstehen, er musste helfen. - Das lasst uns behalten. Wenn wir Millionen Jahre und abermals Millionen Jahre mit dem Heiland vereinigt wären und aus dem unausforschlichen Reichtum seiner Erkenntnis nähmen Gnade um Gnade, Licht um Licht, wir würden seine Fülle nie ausschöpfen, wir würden ihm doch niemals den Namen geben, niemals die volle Ehre geben, die ihm gebühren, und wenn wir uns zerarbeiteten an Leib und Seele, niemals würden wir mit Worten oder Gedanken seine Größe und Herrlichkeit erreichen, so reich ist er, so groß ist er; aber wenn wir auch mit blödem Herzen und schwacher Erkenntnis, da wir seinen Namen, der über alle Namen ist, kaum lallen können, ihn bei seinen Verheißungen nehmen in unserer Not, wenn wir auf seine Barmherzigkeit, auf seine Liebe uns berufen und so dastehen und sagen: Jesu, du großer HErr, dessen Namen ich nicht nennen, dessen Größe ich nicht aussprechen kann, erbarme Dich meiner, wenn wir es so machen, so geht es uns wie Jakob, wir überwinden den HErrn, er kann nicht anders, er muss uns helfen. (Ludwig Hofacker)

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