Psalm 46,3
Andachten
Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich das Meer wütete und wallte.
In Gottes Wort haben wir zweierlei Meer erwähnt, ein Angstmeer und ein Gnadenmeer. Die Welt und unser elendes Dasein ist nichts anderes, als ein ungestümes Meer. Denn gleich wie das Meer nimmer still ist, also ist die Welt auch und unser Leben. Wenn man meint, man will die beste Ruhe haben, kommt, ehe man sich versieht, ein Sturmwind, der das ganze Leben, Leib und Seele unruhig macht. Wider dieses Angstmeer haben wir das Gnadenmeer. Gott hat uns die große Tiefe seiner Gnade und Barmherzigkeit eröffnet und Christus erscheint nicht lieber, als auf dem Meer der Trübsal; im Kreuz offenbart er sich, lässt seine Gegenwart, seine Hilfe und Trost sehen; es fließt uns ein Trostbrunnen aus der Verkündigung des Evangeliums, und wenn die Wasserwogen sehr brausen, so ist doch der Herr größer in der Höh. (Johann Arnd)