Psalm 31,4
Andachten
Herr, auf dich traue ich. Du bist mein Fels und meine Burg; um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.
Jes. 48, 17.-58, 11. So spricht der Herr, dein Erlöser: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich leitet auf dem Wege, den du gehen sollst. dass du auf meine Gebote merktest, so würde dein Friede sein, wie ein Wasserstrom, und deine Gerechtigkeit, wie Meereswellen. - Und der Herr wird dich immerdar führen.
Wir wissen von uns selbst den Weg nicht, den wir gehen sollen. Herr, führe du uns. Geh du uns voran. Geh du mit uns. Ohne dich mögen wir nicht gehen. Lass dein Angesicht uns leiten. Wer sich selbst führt, wer sich von Menschen gängeln lässt, der wird manchen schweren Fall tun. Wer sich aber von dir führen lässt, der kommt sicher und getrost durch die Wüste dieses Lebens in das gelobte Land. So tue mir kund den Weg, o Gott, darauf ich gehen soll. Dass mich nicht weichen zur Rechten noch zur Linken, sondern auf dich allein allezeit schauen. Auch wo ich allein gehen muss und kein Mensch mit mir geht, will ich getrost sein, wenn du nur mit mir gehst. Auch wenn mein Auge keinen Ausweg mehr sieht, will ich nicht verzagen, denn meine Zuversicht ist die Verheißung; Ich bin der Herr, dein Gott, der dich leitet auf dem Wege, den du gehen sollst. Der Herr wird dich immerdar führen. So führe du uns, du treuer Gott, auch an diesem Tage. Führe uns also durch Freud und Leid, Krankheit und Gesundheit, Arbeit und Ruhe, dass wir von deinen Wegen nimmer weichen. Führe uns also durch alle Kämpfe und Versuchungen auch dieses Tages, dass wir heute vorwärts kommen auf dem Wege der Heiligung, vorwärts auf dem Wege zur Seligkeit, zum Himmelreich. Amen. (Adolf Clemen)
Gedichte und Lieder
“Um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.“
Du, liebster Vater, führest mich,
Und wirst mich fürder führen,
Bis vor dem müden Pilger sich
Auftun die Himmelstüren.
Reicht deine Hand nicht weit und breit
Von einem Meer zum andern?
Wer sollte da voll Traurigkeit,
Wer da voll Ängsten wandern?
Und ob der Weg noch steil und weit
Eh' ich das Ziel erreiche,
Wie wenig oder viele Zeit
Bis dahin noch verstreiche?
Ich frage nicht danach, ich geh'
Und gehe immer weiter -
Und wenn ich deine Hand nur seh',
So bin ich froh und heiter.
Und hast du mich zum Ziel geführt,
Du liebender Begleiter,
Und hab' ich Müdigkeit verspürt
Und kann ich nicht mehr weiter:
Du guter Gott! so führe mich,
O führe mich zur Ruhe!
Damit ich dann auch ohne dich
Den letzten Gang nicht tue! (Christian Wilhelm Spieker)