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Johannes 8,47

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Andachten

“Gottes Wort.“
Es gibt vier erhabene und mächtige Beweisgründe, welche uns hauptsächlich veranlassen, zu glauben, dass die Bibel von Gott sein muss, nämlich: Wunder, Prophezeiungen, die Vortrefflichkeit der Lehre und der moralische Charakter der Schreiber.

Auf diese Art ist das Christentum auf vier herrliche Säulen gestützt; nämlich: auf die Kraft, Weisheit, Vollkommenheit und Heiligkeit Gottes. Göttliche Kraft ist die Quelle aller Wunder; göttliche Weisheit aller Prophezeiungen; göttliche Vollkommenheit der Vortrefflichkeit der Lehren, und göttliche Heiligkeit des moralischen Charakters der Schreiber.

Ich will einen kurzen, klaren und starken Beweis liefern von der göttlichen Eingebung der Heiligen Schrift.

Die Bibel muss entweder 1) eine Erfindung guter Menschen oder Engel - 2) schlechter Menschen oder Teufel - 3) oder von Gott sein.

1) Sie kann nicht die Erfindung guter Menschen oder Engel sein, denn solche könnten und würden gewiss kein Buch machen, in welches sie immerfort Lügen hineinschreiben würden, indem sie sagen: „So spricht der Herr“ - wenn es doch ihre eigene Erfindung ist.

2) Es kann nicht die Erfindung schlechter Menschen oder Teufel sein, denn diese würden kein Buch machen, das alles Gute befiehlt, alle Sünden verbietet und die Bösen für alle Ewigkeit zur Hölle verdammt.

3) Deshalb ziehe ich den Schluss: Dass uns die Bibel durch göttliche Eingebung überliefert worden sein muss. (John Wesley)


Wer aus Gott ist, der hört Gottes Wort; darum hört ihr nicht, denn ihr seid nicht aus Gott.
Wenn derjenige nur aus Gott ist, der Gottes Wort hört, keiner aber Gottes Wort hören kann, er sei denn aus Gott: so prüfe ein Feder sich selbst, ob er Gottes Wort mit dem Ohr seines Herzens fasse, und verstehe, was es sei und woher es komme. Die Wahrheit gebeut uns, dass wir sollen nach dem himmlischen Vaterland verlangen, die Lüste des Fleisches dämpfen, die Ehre der Welt fliehen, fremde Güter nicht begehren, und von unserem Eigenen gerne geben. Dar um forsche ein Jeder bei sich selbst, ob diese Stimme der Wahrheit in seinem Inneren, in dem Ohr seines Herzens klinge, so wird er bald erkennen, ob er aus Gott geboren ist oder nicht. - Der Herr fordert ein geistlich Gehör von uns, das aus einem höheren, himmlischen Sinn entsteht. Wir können es bald an uns merken, ob wir Lust haben an Gottes Willen, ob die väterliche Stimme Gottes durch seinen Sohn, den er uns zu hören befohlen hat, in unser Herz dringe, oder ob wir gleichsam den Kopf dazu schütteln und den Willen verschließen, dass das Wort nicht eindringen und Frucht schaffen kann. O daran ist Alles gelegen, dass wir ein solch geistliches Gehör bekommen; ohne solches bleibt man ohne Erkenntnis seiner selbst und seines Elends, ohne Buße, ohne Glauben. (Gregor d. Große u. G. Arnold.)

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