Johannes 2,7

Johannes 2,7

Andachten

Jesus spricht zu ihnen: füllt die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie füllten sie bis oben an. V. 8: Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun, und bringt es dem Speisemeister. Und sie brachten es. V. 9: Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wusste nicht, von wannen er kam (die Diener aber wussten es, die das Wasser geschöpft hatten), ruft der Speisemeister den Bräutigam.
Das ist das erste Zeichen, welches der Evangelist Johannes berichtet von Jesu. Die andern Drei haben's nicht aufbehalten. Aber der Jünger, der an der Brust des Herrn lag, hat es nicht verschwiegen wissen wollen, um des ewigen Ruhmes Jesu willen, denn Er hat wohl des Meisters Sinn erkannt, da Er Wasser in Wein verwandelt auf einer Hochzeit. Also derselbe, welcher mit ewiger Gotteskraft den unsauberen Geistern gebietet, ist ein so leutseliger und freundlicher Gast des Hauses, ein so milder Freund und Teilhaber menschlicher Freuden und Leiden, dass Er's nicht verschmäht hat, an einem Hochzeits-Tisch zu sitzen und Hochzeits-Wein zu spenden. Des freuen wir uns mit fröhlicher Danksagung. Aus diesem ersten Zeichen, das Jesus tat, soll uns nun ein großer und seliger Gewinn entstehen für uns und unser häusliches Leben in guten und bösen Tagen. Die sechs steinernen Wasserkrüge sind längst leer geworden und dennoch ergießt sich der Freudenwein Jesu von dorther wie ein unerschöpflicher Strom über uns. Von daher stammt uns die Freudigkeit, an jedem Tische und vor jedem Mahl zu bitten: Komm', Herr Jesu, sei unser Gast! daher die gewürzte Rede an unserem Tische, dass das ungeistliche und lose Geschwätz verstumme; - von daher getrösten wir uns Seines Aufsehens und zarten Erbarmens in karger und trüber Zeit; und sind auch gleichermaßen ganz kindlich und fröhlich, aus Seinen milden Händen zu nehmen, was Seine Güte uns beschert. - Willst Du denn nicht alle Fremdigkeit gegen Jesu von Dir abtun? willst Du nicht mit Ihm umgehen, als mit Deinem besten und nächsten Freunde? o stelle Ihn Dir doch nicht vor in himmelweiter Ferne und auf hohen Thronen, siehe, Er will ja Dein Hausfreund und Dein Tisch-Gast sein. Gelobt seist Du, Herr Christe, für Deine milde Güte! (Nikolaus Fries)


Jesus spricht zu ihnen: füllt die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie füllten sie bis oben an.
Wie einfach und anspruchslos war dieses erste Wunder Jesu! Man hätte denken sollen, der Herr würde seine wunderbare Laufbahn damit beginnen, dass er die Schriftgelehrten und Pharisäer, wenn nicht gar die Könige und Fürsten zusammenriefe, um sich vor ihnen durch ein Wunder als den Messias zu erweisen. Nichts von alle dem. Er geht zu einer einfachen Hochzeit bei armen Leuten und dort offenbart er in ganz anspruchsloser Weise seine Herrlichkeit. Er ruft nicht einmal den Speisemeister oder den Bräutigam oder ein paar von den Gästen und sagt: „Ihr seht, der Wein ist aus; ich will nun ein großes Wunder tun und das Wasser in Wein verwandeln.“ Nein, er tut es ganz in der Stille mit den Dienern; er heißt sie die Wasserkrüge, die gewöhnlichen, täglich gebrauchten Gefäße füllen. Er gebraucht das Wasser, das in Menge vorhanden ist. Er schließt sich an einen natürlichen Vorgang an; denn wenn der Regen vom Himmel die Wurzeln des Weinstocks feuchtet und dadurch die Trauben mit rötlichem Safte füllt, so ist es auch Wasser, wodurch der Wein erzeugt wird. Es ist die Weise Jesu, seine Wunder auf die man so sagen darf - gewöhnlichste und natürlichste Weise zu tun. - Wenn du Christo dienen willst, so mach kein Wesen davon, wie er auch kein Wesen von dem machte, was er tat. Willst du etwas Gutes tun, so tue es auf möglichst einfache, natürliche Art. Sei einfachen Herzens und Sinnes. Gib dich wie du bist. Suche keine absonderliche Frömmigkeit, als wolltest du auf Stelzen zum Himmel gehen. Alle Ziererei und Prahlerei ist im Grunde gemein und bettelhaft. Nur die einfache Natürlichkeit ist wahrhaft schön, und solche Schönheit ist in dem Wunder des Heilandes. (Charles Haddon Spurgeon)

Predigten

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