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Johannes 2,5

Johannes 2,5

Andachten

Seine Mutter spricht zu den Dienern: „Was er euch sagt, das tut.“
„Was er euch sagt, das tut,“ sprach Maria zu den Dienern. Und er sagt diesen Dienern etwas gar Sonderbares. Es standen da sechs große, steinerne Wasserkrüge, nach der Weise der jüdischen Reinigung, und gingen in jeden zwei oder drei Maß. Da befiehlt nun der Herr, diese sechs Krüge mit Wasser zu füllen. Was soll das Wasser zur Hochzeit? Es konnte kaum etwas nach menschlichem Verstande Unpassenderes befohlen werden. Die Diener hatten an dem Tage wohl mehr zu tun, als Wasser zu schöpfen. Aber sein Wort ist ihnen Befehl. Sie gehen und schöpfen und füllen die Krüge bis oben an. Nun kommt der zweite Befehl, welcher noch absonderlicher war, als der erste. Sie sollen aus diesen Krügen dem Speisemeister bringen, dass er koste, ob es gut wäre. Was war da zu kosten? Wozu sollten sie das, was nach ihrer Meinung Wasser war, dahin tragen? Aber sie haben wieder keinen eigenen Willen. Er hat es befohlen, sie tun es; Keiner von ihnen erhebt den leisesten Widerspruch. Sie gehorchen ohne Verzug. Das heißt, so recht den Verstand gefangen geben in den Gehorsam des Glaubens, Dies: „Was er euch sagt, das tut“, soll auch unsere Hausordnung sein.

Herr Jesu Christe, lass uns nie vergessen beim Beginn eines Tages uns zu fragen, was du uns sagst, dass wir tun sollen. Wir überlegen ja wohl was wir von früh bis Abend zu tun haben im Hause und Geschäft und Amt. Aber was du zu tun befiehlst, vergessen wir oft. Du willst, dass wir eins seien in rechter Liebe; o so lass uns in solcher immer herzlicher werden, dass kein Streit, keine Selbstsucht diesen Tag beflecke. Du willst, dass wir fest stehen in rechter Treue; o so mache uns treu im äußeren wie im inneren Beruf, dass wir auch heute nach allen Seiten hin unsere Pflicht tun. Du willst, dass wir uns auf dich verlassen im rechten Glauben, und deine Befehle ausführen, auch wo sie den Anschauungen der Welt oder unseres natürlichen Menschen entgegenlaufen. Wenn dann der Tag Trübsal und Sorgen bringt, dann wirst du uns nicht verlassen, sondern zur rechten Zeit als Helfer eintreten. Amen. (Fr. Ahlfeld)


Was er euch sagt, das tut.
Da ist uns das Geheimnis göttlichen Segens im christlichen Hause dies Wort sollte erschlossen. Was er euch saget, das tut“ man an alle Wände und über alle Türen unseres Hauses schreiben. Jesu Wort und Wille sei für jeden Hausgenossen, für Eltern und Kinder, für die Herrschaft und für die Dienstboten, die Regel und Richtschnur des Handelns. Was mit Jesu Willen nicht stimmt, was vor seinem Worte nicht bestehen kann, das unterbleibe, und wo es doch in Unbedacht und Übereilung geschieht, da gehe die Sonne nicht unter, ohne dass man's dem Herrn Christo abgebeten und seiner Gnade und Vergebung gewiss geworden ist. Es sagt uns aber Jesus nicht immer solches, was uns lieb ist und leicht zu erfüllen, im Gegenteil: zumeist will sich unser Herz gar schwer darein finden. Denn Jesu Wille durchkreuzt unseren Willen. Unser Wille z. B. geht dahin, dass wir heftig und aufbrausend sind, und hoffärtig gar kein vermeintliches Unrecht ertragen; Jesu Wille und Wort geht dahin, dass wir sanftmütig und demütig, geduldig und freundlich gegen einander sind. Oder: unserm Willen fällt der Gehorsam und das gegenseitige Dienen so schwer; Jesu Wille ist, dass wir seinem Beispiel nachfolgen sollen im gegenseitigen Dienen. Da wollen wir doch Tag für Tag in der Kraft des Herrn uns darin üben zu tun, was er uns sagt und nicht, was unser betrügerisches Herz und unser kühl berechnender Verstand uns einzureden suchen. Wir fahren doch am besten, wenn wir Jesu gehorsamen. Er lohnt solchen Gehorsam mit Frieden im Herzen, mit Frieden im Hause. Und solcher Friede geht über alles Gut und alle Freude und Befriedigung, die wir auf den selbsterwählten Wegen suchen. Schließen wir uns alle in dem Versprechen zusammen: Was du, unser Herr und Heiland, uns sagst, das wollen wir tun; gib uns nur selbst zum Wollen das Vollbringen durch deines Geistes Kraft. (unbekannt)

Predigten

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