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Lukas 24,5

Lukas 24,5

Andachten

Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, Er ist auferstanden.
So sprachen einst die Engel zu den bekümmerten Weibern, die am Ostermorgen im leeren Grabe unseres Heilandes standen. Ja, Gott sei gelobt! das Grab ist leer, Jesus lebt! Er, der Heilige, konnte die Verwesung nicht sehen; der Tod konnte ihn nicht halten. Als Sieger über die Sünde und darum über den Tod erscheint Er am Ostermorgen. Die Herrlichkeit des Vaters hat Ihn auferweckt, und dadurch vor Himmel und Erde bezeugt, dass das am Kreuzesstamm gebrachte Opfer ein heiliges, angenehmes Opfer war, durch das alle Schuld getilgt ist. Am offenen Grabe unseres hochgelobten Heilandes darf der bußfertige, gläubige Sünder seinen Freibrief holen, wie Paulus spricht: Er ist um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt. Röm. 4,25. Darum soll Ostern ein Dank- und Freudenfest sein. Wir loben und danken dem Vater, dass Er durch die Auferstehung Jesu Christi unsere Erlösung für ewig besiegelt hat, und kein Raum mehr ist für den Zweifel. Auch ein Thomas muss ausrufen im Anblicke der Wundenmale des Auferstandenen: mein Herr und mein Gott! Wir stimmen mit ihm ein und geben Abschied aller Furcht und Angst, wenn uns der Todesüberwinder zuruft: „Friede sei mit Euch!“ Ja, das macht Ostern zu einem Freudenfest, dass es ein Friedensfest ist. Denn wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist.

Röm. 8,34. Wer seiner Rechtfertigung gewiss ist, der kann sich von Herzen freuen; der volle Sieg des Herrn über Sünde, Tod, Teufel und Hölle ist seine Freude. - Ostern ist aber auch ein Hoffnungsfest. Jesu Auferstehung bringt Licht über Tod und Grab hinaus. Auch unser Fleisch wird ruhen in Hoffnung: lässt auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? Wir sind Glieder Seines Leibes, weil Sein Geist in uns wohnt; und weil Sein Geist in uns wohnt, so wird Er auch unsere sterblichen Leiber lebendig machen. Röm. 8,11. So wollen wir denn heute mit Petrus ausrufen: Gelobt sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns nach Seiner großen Barmherzigkeit wieder geboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

Auferstandener Heiland! Ich freue mich auf die selige Stunde, in der Deine Posaune erschallen wird, und alle in Dir Entschlafenen auferstehen werden zum ewigen Leben. Amen.(Elias Schrenk)


Was suchet ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern Er ist auferstanden.
Welch ein Wort für die trauernden Jünger! Boten von oben sagen ihnen, was geschehen ist. In strahlenden Kleidern überbringen Himmelsbewohner den Verlassenen die wunderbare Kunde. Er, der Heißgeliebte, ist nicht tot. Er lebt, Er ist wahrhaftig auferstanden! Welch eine heilige Freude erweckt dies in liebedurchglühten Herzen! - Das Sterben ist ein großer Schmerz. Da wird der Mensch auseinandergerissen, eine merkwürdige Trennung des Zusammengehörigen findet statt. - Aber nun: Auferstehung und Wiedervereinigung mit dem Leibe! Die Jünger hatten den Herrn wirklich wieder. Sie konnten Ihn sehen, Ihn betasten, mit Ihm von Angesicht zu Angesicht reden, ja, Er hält mit ihnen das Mahl. Sie sind nun tatsächlich davon überführt: der Meister ist Todesüberwinder, Lebensfürst, ist selbst die Auferstehung und das Leben. Da hat sie Freude und Wonne ergriffen. 40 Tage lang durften sie die leibliche Gegenwart des auferstandenen Gottmenschen genießen. Wie tief musste Er ihnen da ins Herz hineinwachsen! Vom Reiche Gottes redete Er in dieser Zeit besonders mit ihnen. Da konnten sie in die Wunderwege Gottes hineinblicken, da wurde ihnen der Herr aufs neue groß, und viele Seiner Reden verstanden sie nun erst recht. Das ganze Geheimnis der Erlösung wurde ihnen erschlossen; weg war aller Zweifel Spur. Ewig ungeschieden von Jesus, welch ein Gedanke für einen Menschen, der sein Heil erkannt und gefunden in dem Gekreuzigten und Auferstandenen! (Markus Hauser)

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