Markus 8,36
Andachten
Was hilft es den Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele.
Das wäre ein törichter Kaufmann, der all seine Aufmerksamkeit einem kleinen Nebenladen widmete und sich um sein großes Hauptgeschäft nicht kümmerte; und der wäre sehr nachlässig, der zwar die kleinen Ausgaben seiner Haushaltung bei Heller und Pfennig aufschriebe, aber sich um die Ausgaben seines großen und eigentlichen Geschäfts nicht bekümmerte. Und doch sind die meisten Menschen so töricht. Sie überschlagen den wirklichen oder scheinbaren Gewinn jenes kleinen Winkelgeschäfts, ihres leiblichen Lebens nämlich; aber sie berechnen selten den großen Verlust, der sie trifft, weil sie die Sorge für die Seele, die Geschäfte der Ewigkeit, vernachlässigen. Du darfst den Leib nicht versäumen, denn der Leib des Gläubigen ist ja ein Tempel des Heiligen Geistes; aber sorge doch vor allem für die Seele. Schmücke die Wohnung, aber lasse nicht die Bewohnerin verhungern. O, wenn alle Menschen sich prüften, wie viele müssten sich bankrott erklären! Du sammelst vielleicht ein nettes kleines Vermögen für den Leib und kaufst dir manches, was du gern hättest. Ja, dieser sterbliche Leib wird recht verwöhnt und kann sich nicht beklagen. Aber frage einmal deine arme Seele, wie es ihr geht, und du wirst vielleicht finden, dass sie nicht gewinnt, sondern verliert. Muss aber deine Seele darben, so hilft es dich nichts, wenn dein Leib gedeiht. Was hilft es den Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und an seiner Seele Schaden nähme? (Charles Haddon Spurgeon)