Matthäus 4,11

Andachten

Da verließ ihn der Teufel, und siehe, da traten die Engel zu ihm und dienten ihm.
Christi Versuchung ist unsere Versuchung. So soll aber auch sein Sieg unser Sieg sein. Und das ist doch die Hauptsache. Lasst uns von ihm lernen, wie auch wir der Versuchung begegnen sollen. Zuerst: Betet! So hat es der Heiland in der Wüste auch getan und damit Kraft gesammelt zum Kampf. Geht nicht in den Kampf, ohne euren Harnisch angelegt zu haben; geht nicht hinein ohne Gebet. Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt. Und weiter: Wenn ihr eine Versuchung bestanden, meint ja nicht, nun wärt ihr sicher. Der Versucher kommt wieder. Wer zuerst widerstanden, erliegt doch noch, dann vielleicht gerade, wenn er sich Gott am nächsten fühlt. Darum seid männlich und seid stark. Vor Allem aber ergreift die rechte Waffe, mit der ihr den Versucher zurückschlagen könnt, nämlich das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Seht, wie trefflich der Heiland dies Schwert zu führen weiß. Jede Versuchung weist er zurück mit dem Wort: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brote allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes geht. Es steht geschrieben: Du sollst deinen Herrn nicht versuchen.

Es steht geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen. Das ist die rechte Waffe wider den Feind: Gottes Wort. Lasst uns denn kräftige Sprüche aus Gottes Wort in unser Gedächtnis sammeln, dass wir, wie unser Meister hier, sie im Kampfe bei der Hand haben. Seht dazu lernen wir Sprüche aus Gottes Wort, dass wir in ihnen eine Waffe haben in der Versuchung. So hat Jesus gekämpft und gesiegt, so sollen wir auch kämpfen und siegen. (Adolf Clemen)


Da verließ ihn der Teufel, und siehe, da traten die Engel zu ihm, und dienten ihm.
Die Engel hat gelüstet zu schauen das Geheimnis unserer Erlösung. Sie haben Freude an einem Sünder, der Buße tut. Hier sehen sie die Erlösung der Sünder ein großes Stück vorwärts schreiten. Da dienen sie dem Herrn in Ehrfurcht gegen den Sieger über die höllischen Pforten. Sie dienen ihm in eigener Mitfreude über unsere Errettung. Wenn von deinem Glauben die giftigen Pfeile des Bösewichts abgeprallt sind, treten die Engel Gottes auch zu dir und dienen dir. O dann wird dir so wohl. Es ruht auf dem Herzen ein Friede, der lieblicher ist, denn alle Lust der Welt. Die Seele hat einen Frühlingsmorgen des neuen Lebens. Da ist Einspruch und Einzug der Engel in dein Haus und in deinen Dienst. Sie dienen dann weiter. Jede künftige Anfechtung wird dir leichter. Ein Heer, das gesiegt hat, geht im Siegerschritt zum zweiten Kampfe. Sie helfen dir um so eifriger, je mehr du dem Herrn gehörst. Sie bewachen dich um so eifriger, je mehr du selbst wachest und betest, dass du nicht in Anfechtung fallest. Sie sind bestellt, dass sie dem Herrn seine Kronjuwelen bewahren sollen. Und die Kronjuwelen Jesu Christi sind gerettete Sünder.

Herr, wir danken dir, dass du uns auch schauen lässt die Herrlichkeit deines Sieges. Damit gibst du auch uns ja die Gewissheit, dass die Deinen den Sieg erlangen können. Der Versucher ist stark, aber du bist noch viel stärker. Dich hat er verlassen müssen, auch uns muss er verlassen, wenn wir dich zu unserer Stärke machen. Und wie dir die Engel dienten als dem, der überwunden und dem Teufel die Macht genommen hat, so werden auch wir ihrer Hilfe und ihres Dienstes gewiss sein, wenn wir dir nachfolgen im Kampfe. So lass uns die Waffe, die du gebrauchtest, dein Wort, immer lieber werden und fester halten, in ihm haben wir dich und in dir den Sieg. Amen. (Friedrich Ahlfeld)

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nt/40/matthaeus_4_11.txt · Zuletzt geändert: von aj
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