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Jesaja 26,19

Jesaja 26,19

Andachten

Wacht auf und rühmt, die ihr liegt unter der Erde.
Gnädiger Gott, Du hast abermals die Finsternis der Nacht verscheucht. Jede neu aufgehende Sonne bringt mich dem Anbruch der Ewigkeit näher ach, hilf doch, dass wenn nun die letzte Posaune erschallt, und die Toten auferstehen werden, dass ich dann ohne Angst und Schrecken den Ruf hören kann: siehe der Bräutigam kommt, geht aus, Ihm entgegen.

Ich bitte Dich, Herr, lass mich doch Teil haben an der ersten Auferstehung von dem Tod der Sünde lass mich jetzt wie Einen vom Tode Erstandenen mit meinem auferstandenen Heiland in einem neuen Leben wandeln damit ich zuletzt auch Teil habe an der herrlichen Auferweckung Seiner erlösten Gläubigen, wenn alle Seine Toten leben werden, und in Unverweslichkeit auferstehen, dem fröhlichen Ruf ihres auferstandenen Hauptes folgend, dessen Stimme erschollen wird: wacht auf? rühmt, die ihr liegt unter der Erde! Liebster Herr, mit großer Wonne und Freude gedenke ich Deiner glorreichen Auferstehung aus dem Grabe - ich stelle mich im Geist neben Dein leeres Grab, und höre die frohe Botschaft: Er ist nicht hier, Er ist auferstanden. - Der Herr ist auferstanden! das ist das Unterpfand und die Bürgschaft meiner eignen Auferweckung aus dem Grabe, denn weil Christus lebt, so werde auch ich leben.

O, lass doch jetzt mein Leben verborgen sein mit Christo in Gott, auf dass, wenn Er, der mein Leben ist, in Herrlichkeit erscheinen wird, ich auch mit Ihm erscheinen werde. Halte mich immer in dem Stande, in dem ich erfunden werden möchte, wenn der Herr kommt die Lampe des Glaubens und der Liebe lass immer hell brennen, damit ich nicht um Mitternacht, wenn Er plötzlich kommt, zu der schrecklichen Überzeugung erwache, dass meine Lampe ausgegangen ist, und kein Öl in meinen Gefäßen. Lass mich vielmehr zu der Zahl der Knechte gehören, die auf ihren Herrn warten, und die, wenn Er nun kommt und anklopft, bereit sind Ihm aufzutun.

Schenke heute auch Allen, die mir teuer sind, denselben Segen den ich für mich erbeten habe. Lass sie Alle so mit Christo vereinigt werden, dass wie sie zu gleichem Tode mit Ihm gepflanzt sind, sie Ihm auch in der Auferstehung ähnlich werden. Mögen wir in der Liebe unter einander und zu unserm Herrn und Haupt, immer zunehmen, und wenn der Tod uns für eine kurze Zeit trennt, mögen wir dann an dem großen Tage Seiner Erscheinung, glücklich wieder vereinigt werden, um keine Trennung mehr zu kennen.

Lass die Zeit bald kommen, da unsre Erde, die so lange der Eitelkeit unterworfen gewesen ist, frei werden wird. von dem Dienst des vergänglichen Wesens. Das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Komm Herr Jesu, komm bald! Herr, ich befehle mich Dir ganz und gar, mache mich bereit zum Leben, mache mich bereit zum Sterben. Lass mich hier auf Erden in Dir leben, damit ich in der ewigen Herrlichkeit mit Dir lebe. Gib mir demütige Unterwerfung unter alles was Deine Weisheit und Liebe über mich verhängen will, und lass mich durch die Schmerzen und Tränen dieser Erde hindurch das Morgenrot jenes herrlichen Tages sehen, wo ich Dich schauen werde von Angesicht zu Angesicht, wenn ich erwache zu Deinem Bilde. Um Jesu Christi meines auferstandenen Heilandes willen. Amen. (John Ross MacDuff)


Deine Toten werden leben und mit dem Leichnam auferstehen.
Es sind eben viele Leute gestorben. Denn alle die geboren sind, haben auch wieder sterben müssen. Was muss der Mensch nicht alles durchmachen, wenn er geboren ist, bis er wieder stirbt. Vom ersten Tag seines Lebens an nagt der Todeswurm an ihm, bis er zusammenbricht und stirbt. Das ist tragisch. Aber es kommt eine Zeit, da darf man nicht mehr sterben, da darf man leben. Der Heiland wird einmal Leben verbreiten über Große und Kleine. Dann kommt Er auch für die Gestorbenen. Denn „die Toten werden leben und mit dem Leichnam auferstehen.“ Die Lebenden dürfen dann gar nicht mehr hinunter ins Grab, sondern werden verwandelt werden in einen ewigen Lebenszustand, und die, die drunten sind im Grab, dürfen wieder herauf zu gleichem Leben, wie jene, und dann dürfen sie alle zu den Engeln hinstehen und sagen: „So jetzt bin ich auch ein Engel.“ Ja letzteres wird schon beim Sterben an denen wahr, die im Glauben sterben. Denn „wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe, und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben“, sagt der Heiland (Joh. 11, 25. 26). Zuletzt aber wird auch der Leib das Kleid der Unsterblichkeit anziehen. Das wäre aber schön, wenn diese Zeit bald käme! (Christoph Blumhardt)

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