Psalm 96,9
Andachten
Betet an den Herrn im heiligen Schmuck; es fürchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden, dass der Herr König sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, dass es bleiben soll; er richtet die Völker recht.
Es gibt eine heilige Furcht, die sehr wohl vereinbar ist mit der Freude; das Herz kann zugleich in ehrfurchtsvoller Scheu und unaussprechlicher Seligkeit erzittern. Als Johannes auf Patmos den König in seiner Schöne sah, hatte er keinen Grund zur Furcht und doch fiel er auf die Erde wie tot. „Sagt unter den Heiden, dass der Herr König sei.“ Wir können ihnen keine frohere Botschaft bringen. Die Herrschaft Gottes und Christi ist kein drückendes Joch, sondern sie bringt unermesslichen Segen. Sein Joch ist sanft und seine Last ist leicht. In Gottes Reich gibt es keine Erschütterungen und Umwälzungen, keine Feinde dürfen die Grenzen überschreiten. Das Volkswohl wird am meisten gefördert unter einer festgegründeten Herrschaft, und am allerbesten gedeiht es unter der Herrschaft des Gottes der Wahrheit und Gerechtigkeit. Die Sünde hat die Welt erschüttert und in Unordnung gebracht, durch die Herrschaft Christi wird sie wieder auf festen Grund gestellt, denn „er richtet die Völker recht.“ Nur auf diesem Fels kann ein Gemeinwesen sicher ruhen, nur ein solcher Herrscher bringt unterdrückten Völkern die wahre Freiheit. Durch Ungerechtigkeit fallen die Tyrannen, durch Gerechtigkeit steht der Thron des Herrn Jesu fest. Er gewährt allen gleiches Recht - dem Juden und dem Heiden, dem König und dem Bettler. (Charles Haddon Spurgeon)