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Psalm 67,1

Psalm 67,1

Andachten

Ewiger, unveränderlicher Gott, der Du nie alterst und wechselst, sondern bliebst, wie Du bist, zu Dir blicken wir empor aus dem Unbestand der Erde. Umgeben von Bildern des Dahinwelkens und Absterbens, vergegenwärtigt sich uns der ernste Gedanke, dass auch wir einst hinsinken werden zu einer langen Ruhe, aus welcher kein irdischer Morgen uns wieder erwecken wird. Rings um uns her wohnt in den herbstlichen Fluren der Odem des Todes. Alles erinnert uns jetzt an die Stunde, wo unsere Lebenskraft erlöschen wird, und wir von Allem, was uns hienieden lieb und teuer ist, scheiden müssen. Aber mitten unter den welkenden Fluren fühlen wir unsere Christenwürde, vom Grabe erhebt sich unser Blick über die vergängliche Erde zu Dir, der unserem Geiste ein höheres Ziel gesteckt hat. Der Gerechte ist dem fruchtvollen Baume gleich, und seine Blätter verwelken nicht; seiner wartet nicht Vernichtung und Auflösung; sein besseres Teil bleibt, lebt fort und schwingt sich auf in eine bessere Welt.

Preis sei Dir für diese selige, durch die Auferweckung Deines Sohnes so herrlich bestätigte Hoffnung! Sie belebe uns mit heiligem Eifer für das Bleibende und Ewige; sie lehre uns jeden Tag weise auskaufen und wohl anwenden; sie waffne uns im Kampfe mit der Welt und Sünde, und flöße uns Frieden und Trost in das Herz unter den Bürden der Zeit! Nur der Gerechte ist im Tode getrost, nur ihm winkt jenseits des Grabes das Morgenrot der Vollendung; nur ihm folgen seine Werke zum Segen nach. Dieser Gedanke schwebe stets vor unsrer Seele, und lehre uns die höhere himmlische Weisheit, die nur nach Dem trachtet, was ewig bleibt und ewigen Frieden beut. Diesem Ziele wollen wir, gestärkt durch Deine Kraft, stets nachstreben und unsere Sorgfalt auf solche Güter richten, die der Sturm des Todes nicht verwehen und der Strom der Zeit nicht entführen kann! Dann nahe sich, früher oder später, die letzte Stunde unsers Erdenlebens, sie wird uns nicht unbereitet treffen; wir werden vielmehr voll gläubigen Vertrauens auf Jesum, den Urheber unserer seligen Unsterblichkeit, durch die dunkle Pforte des Todes eingehen in das Land des Lichts und der ewigen Freude. Amen. (Friedrich Arndt)

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