Sie befinden sich hier: Andachtsbibel » Altes Testament » Psalter » Psalm 3,9
Zuletzt angesehen: • Psalm 7,2 • Psalm 42 • Psalm 24,7 • Psalm 73,3 • Psalm 41,3 • Psalm 13 • Psalm 3,9

Psalm 3,9

Psalm 3,9

Andachten

Bei dem Herrn findet man Hilfe.
Hilfe, Heil, Seligkeit ist Gottes Werk. Er allein ist's, der die Seele, die „tot ist durch Übertretung und Sünden,“ zu erquicken vermag, und Er allein auch erhält die Seele in ihrem geistlichen Leben. Er ist beides, „das A und das O, der Anfang und das Ende.“ „Bei dem Herrn findet man Hilfe.“ Wenn ich anhalte am Gebet, so hat mir Gott den Geist des Gebets gegeben; sind mir Gnadengaben geschenkt, so sind's Gottes Gaben; wenn ich aufrichtig wandle und einhergehe in einem gottgefälligen Leben, so geschieht's darum, dass Er mich hält und leitet an seiner Hand. Ich kann auch nicht das Geringste tun, mich zu bewahren, wenn Gott es nicht zuerst in mir wirkt. Alles, was ich habe, all mein Gutes kommt allein von dem Herrn. Worin ich sündige, das ist mein eigen; worin ich aber recht tue, das ist von Gott, völlig und vollständig. Wenn ich einen geistlichen Feind überwunden habe, so hat des Herrn Kraft meinen Arm gestärkt. Lebe ich vor den Menschen ein heiliges Leben? Nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Bin ich geheiligt? Nicht ich selber habe mich rein gemacht; Gottes Heiliger Geist heiligt mich. Bin ich von der Welt entwöhnt? Dann bin ich entwöhnt durch Gottes Züchtigungen, die zu meinem Besten geheiligt wurden. Wachse ich in der Erkenntnis? Der große Lehrer unterweist mich. Alle meine Kleinode sind ein Erzeugnis himmlischer Kunst. In Gott finde ich volle Genüge für alle meine Bedürfnisse; in mir selber aber finde ich nichts als Sünde und Elend. „Der Herr ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz.“ Lebe ich vom Wort? Dies Wort wäre keine Erquickung für mich, wenn nicht der Herr es mir zur Speise machte und mich damit nährte. Lebe ich von dem Manna, das vom Himmel kommt? Was ist dies Manna anders, als der fleischgewordene Heiland Jesus Christus, dessen Leib ich esse und dessen Blut ich trinke. Empfange ich allezeit neue Kraft und Macht? Woher kommt mir diese Stärkung? Meine Hilfe kommt von des Himmels Höhen: ohne Jesum vermag ich nichts. Gleich wie die Rebe kann keine Frucht bringen von sich selber, sie bleibe denn am Weinstock; also auch ich nicht, ich bleibe denn in Ihm. Was Jona in der Tiefe des Meeres erfuhr, was Davids Hoffnung und Stern war in der Nacht der Anfechtung, das will ich heute lernen im Kämmerlein: „Bei dem Herrn findet man Hilfe.“ (Charles Haddon Spurgeon)


Die Gläubigen sind gesegnete1) Leute nicht erst, wenn sie zur Vollendung gekommen sind, sondern auch so lange sie noch hienieden als Pilgrimme wallen; sie sind gesegnet, noch ehe sie die Krone tragen. Das klingt seltsam für Fleisch und Blut. Was? geschmäht und boshaft angefeindet, und doch glücklich? Wer auf Gottes Kinder mit fleischlichen Augen blickt und sieht, wie sie in Trübsal sind und dem Schiff im Evangelium gleichen, das mit Wellen bedeckt ward (Matth. 8, 24), der denkt, um solchen „Segen“ seien sie wahrlich nicht zu beneiden. Paulus bringt 2. Kor. 11, 24-27 eine ganze Liste von Leiden, die er durchgemacht hat: Ich bin dreimal gestäupt, einmal gesteinigt, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, usw. Und jene Christen der ersten Zeit, die als Sterne erster Größe am Himmel leuchten, und deren die Welt nicht wert war, haben Spott und Geißeln erlitten, sie wurden gesteinigt, zerhackt, zerstochen, durchs Schwert getötet (Hebr. 11, 36 f.). Und diese alle sollen während der Zeit ihrer Leiden „gesegnet“ gewesen sein? Ein fleischlich gesinnter Mensch denkt: Wenn das gesegnet sein heißt, dann behüt' mich Gott davor! Doch wie immer der natürliche Verstand darüber urteilen mag, unser Heiland Jesus Christus spricht die wahrhaft Frommen selig, mögen sie auch in tiefer Trübsal sein oder gar den Märtyrertod erdulden. Hiob in der Asche war dennoch der gesegnete Hiob. Simei fluchte David, aber dieser war dennoch der Gesegnete des HErrn. Die dem HErrn angehören, sind gesegnete Leute, mögen sie noch so sehr geplagt sein. Sie werden nicht nur einst gesegnet sein, sie sind es jetzt. Psalm 119, 1: Wohl denen, die ohne Tadel leben. Und hier: Dein Segen ist über deinem Volke. Thomas Watson † 1660.

Predigten

1)
Zum besseren Verständnis von Watsons Bemerkung sei darauf hingewiesen, dass das englische Wort „blessed“ gesegnet sehr häufig in der Bedeutung glücklich gebraucht wird, so z. B. Psalm 1, 1 und oft.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
at/19/psalm_3_9.txt · Zuletzt geändert:
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain