Psalm 34,10
Andachten
Fürchtet den HErrn, ihr Seine Heiligen! denn die Ihn fürchten, haben keinen Mangel.
Hier beschreibt der Psalm diejenigen, so Gott fürchten, und nennt sie Gottes Heilige. Wollet ihr Gottes Heilige sein, so müsst ihr Ihn fürchten. Das sind aber Heilige, die durch den heiligen Geist geheiligt und erleuchtet sind im Glauben, mit Gottes Erkenntnis; die sind Gottes Heilige, welche den heiligen Geist in ihnen wirken lassen die Früchte des Geistes, unter welchen ist die Furcht Gottes. Lasst den HErrn Zebaoth eure Furcht und Schrecken sein, so wird Er eure Heiligung sein. Christus ist unsere Heiligung. Die Furcht Gottes aber ist, alle Sünde und das Böse, ja alles, was wider Gott ist, meiden, und sich nicht allein fürchten vor der Strafe aus knechtischer Furcht, sondern aus kindlicher Liebe Gott fürchten, und sich fleißig hüten, dass man einen so gnädigen, freundlichen, liebreichen und hochgetreuen Gott und Vater nicht erzürne, sondern Seine Gnade und Huld lieber habe, denn alles, was in der Welt ist. So haben Gott gefürchtet Joseph, Daniel und alle Heilige, und Gott hat ihnen auch den Segen widerfahren lassen, der hier steht: Die den HErrn fürchten, haben keinen Mangel. Sirach hat ein ganzes Kapitel in seinem Buche, wie Gott diejenigen ehre und belohne, die Ihn fürchten.
Sollt Er uns was versagen, so wir Ihm gläubig klagen, was wir von Nöten haben zur Hüll, zur Speis, zum Laben? (Johann Arnd)