Lieder zu Psalm 135
Matthias Jorissen
Hallelujah! o erhöh’t
Unsers Königs Majestät!
Singt, ihr Knechte dieses Herrn,
Hallelujah! dient ihm gern,
Und erhebt im Heiligthum (:,:)
Unsers Gottes hohen Ruhm! (:,:)
2. Hallelujah! Gott ist gut!
Wer ist freundlich, so wie Er?
Jauchzt und singt mit frohem Muth,
Denn Er, aller Herren Herr,
Wählte, sich zum ew’gen Ruhm,
Israel zum Eigenthum
3. O ich seh‘ es, Gott ist groß!
Alle Götter werden klein
Unser Herr ist wahrlich groß!
Himmel, Erd‘ und Meer ist sein.
Seht, wie Er in aller Welt
Schafft und thut, was ihm gefällt!
4. Führet Er die Wolken nicht
Von dem End‘ der Erde her?
Regnet’s nicht, wenn Er nur spricht,
Blitzt es nicht zu seiner Ehr?
Bricht der Wind nicht, auf sein Wort,
Los aus seinem dunklen Ort?
5. Seht, Er schlug die Erstgeburt
Von dem Menschen und vom Vieh.
Ihr Egypter, ihr erfuhrt
Seine Wunder spät und früh!
Schrecken traf den Pharao,
Daß sein Hof vor Zittern floh.
6. Seht, wie Er die Völker schlägt,
Könige zu Boden tritt!
Og und Sihon sind erlegt
Vor Ihm fällt der Cananit.
Nun besitzt durch seine Hand
Bald sein Volk der Feinde Land.
7. Herr, Dein Nam‘ ist groß, Dein Ruhm
Währet nun und ewiglich!
Israel, Dein Eigenthum,
Preiset und erhebet Dich,
Da auch Kind und Kindeskind
Dich als einen Heiland find’t!
8. Ja, der Herr ist ewig treu,
Schaffet seinem Volke Recht,
Seine Güt‘ ist täglich neu,
Waltet über seinen Knecht;
Er nimmt, wie Er sonst gethan,
Sich noch seiner Diener an.
9. Ihr vom Hause Israel,
Benedeit den Herrn der Herrn!
Priesterschaar, geweiht mit Oel,
Benedei den Herrn der Herrn!
Ihr Leviten nah und fern,
Wer Ihn fürchtet, lob‘ den Herrn!
10. Jauchzt aus Zion, wo Er thront,
Daß sein hohes Lob‘ erschall,
Alles, was in Salem wohnt,
Von dem Lobe wiederhall‘!
Hallelujah! Er ist da!
Gott ist dem Anbeter nah?!
Christian Wilhlem Spieker
„Herr, dein Name währet ewiglich, dein Gedächtnis, Herr, währet für und für.“
Wohlan, die goldne Sonne
Ruft mit erneutem Licht,
O Schöpfer, meine Wonne,
Mich vor dein Angesicht!
Du, Herr, hast mich behütet
In dieser finstern Nacht,
Dass nicht auf mich gewütet
Der Feinde Grimm und Macht.
Dein Lob ist auszubreiten,
So weit die Sonne geht,
So weit von Mittags Seiten
Der ferne Nord erhöht.
Du bist der Herr der Ehren,
Vor dem, sobald er winkt,
Was wir nur nennen hören,
Mit Zittern niedersinkt.
Wem sollt' ich Dank bezahlen,
Mein König, mehr als dir?
Seh' ich die Sonne strahlen,
Merk' ich der Erde Zier,
So ruf' ich: deine Gnade
Reicht weiter, als man sieht!
Voll Ruhm's sind ihre Pfade,
Die Himmel ihr Gebiet!
Sie heißt das Licht aufgehen,
Macht fruchtbar Land und See,
Und schafft, dass wir bestehen,
Luft, Regen, Tau und Schnee.
Der Berge Grund entdecket
Den Schatz, der drinnen, liegt,
Den deine Güt' erwecket,
Die Alles überwiegt.
O Herr, du Brunn der Güte,
Bleib auch den Tag bei mir!
Hilf, fördre, führ' und hüte,
Sonst weich' ich leicht von dir.
Dein helles Licht erleuchte
Den Irrgang dieser Welt;
Dein Lebenstau mich feuchte,
Wenn Trübsal auf mich fällt.
Ach, fördre durch dein Segnen
Der schwachen Arme Werk,
Und lass mir nichts begegnen,
Was über meine Stärk'!
Ich werf' auf dich mein Sorgen,
Und zweifle nicht, mein Gott,
Du wirst, so heut' als morgen
Bescheren, was mir Not.
Halt' mich in deinen Zügeln,
Beschirme mich als Kind
Mit deinen Gnadenflügeln
Vor'm Gift und Fluch der Sünd';
Wenn Alles will verschwinden,
Wenn Hilf' und Rat gebricht,
Lass mich den Trost empfinden,
Den uns dein Geist verspricht.
Mein Leib, Gut, Ehr' und Leben,
Weib, Kind, Beruf und Stand
Sei, Herr, dir übergeben
In deine starke Hand.
Lass uns den Tag verbringen
In heil'ger Sicherheit,
Und endlich fröhlich dringen
In's Reich der Herrlichkeit!
Amen! (Christian Wilhelm Spieker)