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Offenbarung 21,5

Offenbarung 21,5

Andachten

Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache Alles neu.
„Ist Jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen; siehe, es ist Alles neu geworden!“ Wie leicht verzagen wir in unserem Christenkampf! Aber getrost Der auf dem Stuhl verheißt uns ja: „Siehe, ich mache Alles neu. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst“. So sage doch nun nicht mehr: Es ist zu schwer! Komm nur und trinke, an jedem Morgen aufs Neue; trinke aus der lebendigen Quell deines Gottes, aus seinem Wort und Gebet neue Kraft für deinen alten Kampf. Komm zu deinem Heiland! Wenn das alte Kreuz auf dir liegen bleibt, wenn neue Prüfungen dir auferlegt werden, Er macht Alles neu, neu den Mut und das Vertrauen, dass du nicht erliegst, dass du dich nie verlassen fühlst. Durch heißen Wüstensand mag dein Weg wohl führen, dass da dein Herz nach Erquickung dürstet, aber verschmachten sollst du nie. Auch in der heißen Wüste steht dir der Brunnen allezeit offen, der nie versiegt. Und wenn nach Gottes Willen das neue Jahr zum letzten Ende führt, dann soll der erst ganz unser Trost sein, der heute spricht: „Siehe, ich mache Alles neu“; ja dann neu zu der ewigen, unvergänglichen Erneuerung. „Wer überwindet, der wird es Alles ererben; und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.“ O du großes, ewiges Vaterherz, hilf uns zu dir kommen. O du Quelle des ewigen Lebens, sei unserer Wallfahrt Stärke, bis wir ruhen in dir, und es hören aus deinem Mund: Ich bin dein Gott, und du bist mein Sohn! Amen. (Adolf Clemen)


Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.
Als einst der Herr die von ihm geschaffene Welt ansah, sprach er das Urteil: es ist alles gut.“ Da hatte er an ihr sein Wohlgefallen, da feierte er seinen Sabbat. Es ist anders geworden, es ist alles in ihr böse geworden. In der Engelwelt hat die Sünde begonnen und ist von ihr hineingedrungen in die Menschenwelt. Die Menschheit ist von ihrem Lebensquell, von Gottes Herzen losgerissen, ihre Sonne ist untergegangen. Die ganze sichtbare Welt steht im Widerspruch gegen Gott, weswegen man ihn auch leugnen kann. Die Lüge in der Welt widerspricht dem wahrhaftigen Gott; die Sünde, die in der Welt ist, verfällt dem gerechten und heiligen Gott; das Elend, unter dem das menschliche Geschlecht seufzt, verbirgt den barmherzigen Gott, und durch den Tod, der die Erde in seinen dunklen Schatten hüllt, ist der lebendige Gott ein verborgener Gott geworden. Darum geht ein Seufzen und Sehnen durch die ganze Natur und eine Unzufriedenheit durch die ganze Menschenwelt. Sie kann nicht zufrieden sein. Jedes Menschenherz fühlt's: es ist nicht wie es sein sollte, und wo eine Stimme laut wird, die den Menschen verheißt: es wird anders werden, da schlagen ihr gleich tausend und abertausend Herzen in Sehnsucht und Hoffnung entgegen. Aber die Menschen sind blind. Sie suchen das Anders- und Besserwerden außer sich, und es muss doch in ihnen anfangen; denn die Quelle, woraus alles menschliche Elend fort und fort entströmt, liegt in dem Innern des menschlichen Wesens, in seinem Geist, in seiner Seele, in seinem Herzen. Sein Geist sollte erleuchtet sein vom Licht des lebendigen Gottes und ist bezaubert und gefesselt von einer finstern Lügenmacht; in seiner Seele sollte die Ruhe Gottes wohnen und sie wird hin- und hergetrieben von Angst, Sorge und Not; sein Herz sollte die heilige Stätte sein, wo die Liebe des Herzens Gottes wohnt und es brennt in ihm das Feuer der Begierden, es durchwühlen es die Stürme wilder Leidenschaften; aller Jammer der Erde, alle Klagen und Tränen der Menschen kommen immer aus dem Jammer, den der Mensch in seiner Brust trägt.

Diesem Elend gegenüber spricht Jesus das große Wort aus: „Siehe, ich mache alles neu.“ Wie er selbst in seinem gottmenschlichen Leben eine neue und die vollendete Offenbarung Gottes ist, so macht er eine neue Welt, in der sich seine Fülle ergießen, an der Gott sein Wohlgefallen haben kann. Er stürzt die Lügenmacht, die Sündenmacht und die Todesmacht und schafft eine neue Menschheit, ein neues, reiches, herrliches Menschengeschlecht, das sagen kann: ich fündige nicht mehr, ich leide nicht mehr, ich weine nicht mehr, ich sterbe nicht mehr; eine neue Welt, wo alles unbefleckt, unverwelklich und ewig ist, eine neue Beseligung und Schöpfung in Gott, und eine neue Verherrlichung Gottes in der Schöpfung. Das ist sein Werk und seine Arbeit. Darum hat er einst den Himmel verlassen und das Kreuz erduldet und der Schande nicht geachtet. Darum hat er des Grabes Siegel gebrochen und sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe. Mit diesem Werk ist er auf dem Thron fort und fort beschäftigt. Es ist das Ziel aller Wege Gottes, die Erfüllung aller Worte Gottes, die Vollendung des ganzen Rates Gottes, den Gott gefasst hat vor der Welt zu unserer Herrlichkeit. Darum spricht er dieses Wort: ich mache alles neu, aus seiner Höhe herab in die Tiefen des menschlichen Elends hinein, es ist sein Königswort an die Welt, sein königliches Manifest an das sündige Menschengeschlecht. Wie das Licht der Sonne nicht in ein Haus oder eine Kammer hineinscheint, sondern die Welt erleuchtet, so soll dieses Wort als ein Lichtstrahl aus dem himmlischen Heiligtum seinen Schein über die ganze alte Welt der Sünde und des Todes verbreiten, es soll in alle Häuser hineingetragen und allen Herzen nahe gebracht werden. Es soll die Menschen bewegen, in ihrer Leidensnot, Sündennot und Todesnot das nasse Auge zu dem zu erheben, der ihr Heiland, ihr Haupt, ihr König und ihr Gott ist, der da spricht: Wendet euch zu mir aller Welt Ende, so werdet ihr selig.“ Ja, es soll dieses sein königliches Wort, in dem alle Worte des ewigen Lebens zusammengefasst sind, der Anfang der neuen Schöpfung in den Herzen der Menschen werden. (Friedrich Mallet)


Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Ehre sei seinem Namen! Alle Dinge haben es nötig, neu zu werden, denn sie sind traurig zerschlagen und abgenutzt durch die Sünde. Es ist Zeit, dass das alte Gewand aufgerollt und beiseite gelegt werde und die Schöpfung ihr Sabbatskleid anzieht. Aber niemand kann alles neu machen, als der Herr selber, der es zuerst gemacht hat; denn es gehört ebenso viel Kraft dazu, aus dem Bösen zu schaffen als aus dem Nichts zu schaffen. Unser Herr Jesus hat die Aufgabe übernommen und Er ist durchaus fähig zur Lösung. Schon hat Er seine Arbeit begonnen und seit Jahrhunderten fährt Er damit fort, die Herzen der Menschen und die gesellschaftliche Ordnung neu zu machen. Allmählich will Er die ganze Einrichtung des menschlichen Regiments neu machen und die menschliche Natur soll durch seine Gnade verwandelt werden, und es soll ein Tag kommen, wo sogar der Leib neu gemacht und, seinem verklärten Leibe ähnlich, auferweckt werden soll.

Was für eine Freude, einem Reiche anzugehören, in dem alles durch die Macht des Königs neu gemacht wird! Wir sterben nicht aus: wir eilen vorwärts zu einem herrlicheren Leben. Trotz des Widerstandes der Mächte des Bösen führt unser glorreicher Herr Jesus seinen Zweck aus und macht uns und alles um uns her „neu“ und so voller Schönheit, als da es zuerst aus der Hand des Herrn kam. (Charles Haddon Spurgeon)

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nt/66/offenbarung_21_5.txt · Zuletzt geändert: von aj
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