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Offenbarung 1,16

Offenbarung 1,16

Andachten

Aus seinem Munde ging ein scharfes zweischneidiges Schwert.
Dies Schwert ist scharf und schneidet auf beiden Seiten; und Paulus sagt: Wir sind Gott ein guter Geruch Christi, beides unter denen, die selig werden, und unter denen, die verloren werden. Dies Wort verfehlt also seines Zweckes nie. Ein Schwert, vornehmlich ein scharfes, zweischneidiges, dient dazu, anzugreifen, und alles, was Widerstand bietet, selbst das schützende Schild zu durchhauen. Ein solches geht aus Jesu Munde, und er ist es selber. Dies Schwert erreicht auf beiden Seiten seinen Zweck. Er brauchts auf der einen Seite in Gnaden, und durchdringt die Seele des Menschen mit seinem Wort und Geist. Trotz aller entgegen gehaltenen Schilde des Hochmuts, der Sicherheit, der eigenen Gerechtigkeit, des Unglaubens, der Welt- und Sündenliebe, womit er sich umringt, donnert und ruft Er in die Seele: Adam, wo bist du? und er muss nackend hervor. Am ersten christlichen Pfingsten geht Zuhörern, die vor vierzig Tagen Christum gekreuzigt hatten, das Wort so durchs Herz, dass sie ausrufen: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? und ihrer auf einmal drei tausend gläubig werden. Saulus reist schnaubend mit Drohen und Morden nach Damaskus. Aber durch Seine Frage: Saul, Saul, was verfolgst du mich? macht Jesus aus diesem reißenden Wolf ein folgsames Schaf. Wie oft ist es schon geschehen, dass die steifsten Ungläubigen bewogen wurden, zu den Füßen des Kreuzes Christi anzubeten, dass die stolzesten Pharisäer, an ihrer eigenen Vortrefflichkeit verzagend, an Christum gläubig wurden, dass diejenigen anfingen, Evangelium zu predigen, die es früher hasten, verspotteten und verfolgten; dass die leichtfertigsten Personen voll heiligen Ernstes und Andacht wurden, dass Lasterknechte ihre Laster verfluchten; dass man sagen konnte: Solche sind eurer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht worden durch den Namen des Herrn Jesu Christi und durch den Geist unseres Gottes. In welchen allen sich die Gnade Christi als ein scharfes, heilsames Schwert zum Heil der Seele erweiset. Mag dies gleich Schmerzen verursachen und das Weib in Kindesnöten geraten; es wird dadurch doch ein Mensch geboren. (Gottfried Daniel Krummacher)

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