Offenbarung 19,9

Andachten

Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind.

Ja selig, dreimal selig sind, die der Herr beruft zu Seinem heiligen Hochzeitmahle; selig sind, die sich rufen lassen und die der Stimme des guten Hirten folgen. Ihrer ist ewige Glückseligkeit, Friede und Freude zur Rechten Gottes, da sie den Herrn loben und preisen mit den himmlischen Heerscharen, mit allen Engeln und Erzengeln. Der Herr ruft uns täglich, stündlich; Er ruft allen Menschen die köstliche Einladung zu, Er will die Seligkeit aller Seiner Kinder. Er schickt Seine Diener aus, zu predigen das Evangelium von der Erlösung, von unserm himmlischen Reich, dass Alle das ewige Leben ererben sollen, Alle Ihn schauen im Glanze Seiner Herrlichkeit. Der Herr will nicht, dass Einer verloren sei, auch nicht Einer!

Aber ach, es heißt das Wort: Viele sind berufen, Wenige sind auserwählt, nicht umsonst! Es ist eine furchtbare Wahrheit! Die Menschen wollen sich nicht strafen lassen von dem Geiste Gottes, sie wollen nicht ablegen den Sündenwust, der sie an die Erde kettet. Sie hören nicht, wenn der liebreiche Vater ruft, sie achten der Einladung nicht, die der König zum Hochzeitmahle Seines Sohnes ergehen lässt. Sie haben zu tun mit Acker und Vieh, mit Weib und Freund, sie haben zu handeln und zu wirken, dass sie reich werden an Schätzen, die der Rost frisst! Wehe den Armen, die so gegen sich selbst wüten!

Aber da sind auch noch andere, die sich gern die Einladung zu dem herrlichen Mahle gefallen lassen und gern Teil nehmen an den himmlischen Freuden, nur fehlt es ihnen am hochzeitlichen Kleide, und ob sie auch kommen und ob sie sich zu dem Brunnen drängen, aus dem die Gnade strömt, sie werden ausgestoßen aus der Reihe der Gäste und müssen an den Ort, da Heulen und Zähneklappern ist. So wollen wir nun den Herrn bitten, dass Er uns willig macht, Seinem Worte freudig zu folgen, hinter uns zu lassen der Erde Sorge und Qual! Dann aber wollen wir Ihn noch recht aus tiefstem Herzensgrunde bitten, dass Er uns ein hochzeitlich Kleid schenkt, dass wir bestehen mögen vor Seinen Augen! Das Kleid aber ist die Gerechtigkeit Jesu Christi, uns durch Sein Blut, Sein heiliges Leiden und Sterben erworben. Das Kleid will Er uns gern geben, wenn wir Ihn in demütigem Glauben und Vertrauen darum bitten, wenn wir uns führen und leiten lassen von dem Wehen des Heiligen Geistes! Durch Christi Blut gerecht gemacht, gereinigt von allen Sünden, können wir getrost dem Rufe des Herrn folgen, und: Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind! Amen! (Burghard von Cramm)

Predigten

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nt/66/offenbarung_19_9.txt · Zuletzt geändert: von aj
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