1. Johannes 4,10
Andachten
Darinnen steht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.
Es ist ein eigentümlicher Zug in der menschlichen Natur, dass wenn jemand uns eine Freundlichkeit erwiesen hat, wir ihn möglicherweise undankbar vergessen; aber wenn wir einem Menschen Gutes getan haben, so lieben wir ihn und vergessen ihn nicht. Es ist nicht so, dass der Empfänger immer den Geber liebt, sondern umgekehrt, der Geber fühlt sich dem Empfänger verbunden. Eine Mutter kann nicht anders, als ihr Kind lieben, weil sie es pflegt und versorgt und weil es ihr viel Schmerzen gemacht hat. Se mehr man für einen Menschen getan hat, um so mehr liebt man ihn. Also auch Jesus liebt uns nicht, wegen des Guten, das in uns ist, sondern er liebt uns heute, weil er schon so viel für uns getan hat. Er hat das Joch von unserem Halse genommen, er hat uns mit Seilen der Liebe gezogen, und weil er uns so viel Liebe erwiesen hat, liebt er uns herzlich. Und weil Jesus so viel für uns gelitten hat, ist er noch durch weitere Bande mit uns verbunden. Golgatha ist nicht nur die Frucht seiner Liebe, sondern auch die Wurzel neuer Liebe. Ein neuer Liebesstrom entspringt am Fuß des Kreuzes. Der Erlöser liebt uns, weil er uns geliebt hat. Das ist ein sehr köstlicher Gedanke. Gott hat zu viel für uns getan, um uns umkommen zu lassen. (Charles Haddon Spurgeon)