2. Petrus 1,3
Andachten
Nachdem allerlei seiner göttlichen Herrlichkeit und Kraft, was zum Leben und göttlichen Wandel dient, uns geschenkt ist durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt sind.
Wie köstlich sind die Verheißungen für die Armen und Bedürftigen? Die, die ihre geistliche Armut erkennen, schätzen den Wert der Verheißung, die gerade ihrem Bedürfnis entgegenkommt. Wie köstlich sind auch die Verheißungen für die, die schon die Erfüllung erlebt haben! Wir erinnern uns an Zeiten, wo wir tief darnieder lagen und der Herr uns nach seinem Wort geholfen hat. Noch ehe er uns ganz aus der schrecklichen Grube zog, wurden wir vor dem Versinken im Schlamm bewahrt, weil wir uns schon auf die Zeit freuen konnten, wo er zu unsrer Rettung erscheinen würde. Dank seiner Verheißung verschmachteten wir nicht, als wir noch weit waren von dem Festmahl seiner Liebe; so ist sie uns schon vor der Erfüllung köstlich. Auch im Gedanken an künftige Prüfungen verlassen wir uns auf die Verheißung. Je mehr wir ihr glauben, um so reichhaltiger erscheint sie uns. So wertvoll ist uns des Herrn Wort, dass wir lieber alles andre verlören, als einen einzigen Satz davon wegwürfen. Wir wissen nicht, welche Verheißung des Herrn wir bald nötig haben werden. Vielleicht haben wir eine von ihnen bisher kaum beachtet, und auf einmal wird sie sehr wichtig für unser Leben. Gott Lob, wir brauchen auch keins von den Kleinoden der Heiligen Schrift herzugeben; sie sind alle Ja und Amen in Christus Jesus. (Charles Haddon Spurgeon)