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1. Thessalonicher 5,5

1. Thessalonicher 5,5

Andachten

Ihr seid Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis. So lasst uns nun nicht schlafen, wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken. Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angetan mit dem Krebs des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit.
Du, Herr Jesu, bist das wahrhaftige Licht dieser Welt, das da scheint in der Finsternis. Wer auf dein Verdienst getauft ist und nach deinem Namen sich nennt, der ist ein Kind des Lichts und gehört zu den Kindern des Tages. Ein solcher soll aber auch nicht schlafen, als man schläft in der Nacht, sondern er soll als am Tage wachen und nüchtern sein. Weil die Nacht vergangen, der Tag aber herbeigekommen ist, soll er im lebendigen Glauben stehen, in der Liebe tätig sein und mit Fleiß nachjagen dem Kleinod, das ihm vorhält die Hoffnung, seine himmlische Berufung zur Seligkeit. Auch wir sollen Kinder des Lichts sein und als solche wandeln als am Tage. Das willst du, Herr Gott, lieber himmlischer Vater. Darum erwecke uns doch durch den Heiligen Geist zu rechtem Wachen und Nüchternsein mit jedem anbrechenden Morgenlichte, mit jedem neuen kommenden Tage. Sind wir ja doch nicht von der Nacht, noch von der Finsternis, sondern als Kinder des Lichts und des Tages dazu gesetzt, die Seligkeit zu besitzen durch unseren Herrn Jesum Christum. Aber ach, wir müssen es zu großer Betrübnis an uns erfahren und bekennen, dass wir uns oft gar lässig und träge befinden lassen im Wachen und Beten, dass wir nicht schaffen, wie wir sollten mit Furcht und Zittern, selig zu werden. Darum hat dein Reich in dieser Welt die Gestalt eines Ackers, auf welchem viel Unkraut wächst neben dem guten Weizen; denn wenn die Leute schlafen, so hat der Feind freies Spiel; er stellt den armen Seelen Netze und es gelingt ihm, ihrer viele zu verderben. Dann sind, die Licht sein sollten, Finsternis, und die wachsen sollten als guter Weizen zur Ernte für deine himmlischen Scheuern, werden unnützes Unkraut. Dass du sie trägst mit Verschonen und lange, lange Geduld mit ihnen hast, das reicht ja nicht aus. Es kommt ein Tag, an welchem das Unkraut vom Weizen geschieden und in den Feuerofen geworfen wird. So bitten wir dich, Herr: Nimm deiner armen bedrängten Kirche dich an und lass die Gottlosen in ihr nicht die Oberhand gewinnen über die Frommen, lass den Weizen nicht überwuchert werden vom Unkraut. Erhalte auch uns in der Furcht und Liebe zu dir und siehe doch dem bei uns in Gnaden vor, dass wir nicht ausarten zu Unkraut, noch dass eines von den Unsern aufwachse, ohne rechter und dir wohlgefälliger Art zu sein. Bereite du uns alle zu, dass wir unsträflich mögen vor dir erfunden werden auf den Tag deiner Zukunft. Wir aber wollen getreulich das Unsere dazu tun durch Pflanzen und Begießen in deinem Namen, dass deine Gnade an den Menschenkindern immer besser erkannt und gepriesen, dass der Gottlosen und derer, welche dich verachten, immer weniger werde auf Erden. Amen. (Carl Gottlieb Just)

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