1. Thessalonicher 5,18

Andachten

Seid dankbar in allen Dingen.

Das Gesetz gebietet (3 Mos. 6,12.13.): „Das Feuer auf dem Altar soll brennen, und nimmer verlöschen; der Priester soll alle Morgen Holz darauf anzünden, und oben darauf Brandopfer zurichten, und das Feuer der Dankopfer darauf anzünden. Ewig soll das Feuer auf dem Altar brennen, und nimmer verlöschen.“ - Christus aber ist gekommen, nicht das Gesetz aufzulösen, sondern zu erfüllen. Ja, was dem Gesetz unmöglich war, das tat Gott, und sandte seinen Sohn, auf dass die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde. Der Tempel des Alten Bundes ist zerstört, der Altar zerbrochen, sein Feuer verloschen. Aber die Gemeine des Herrn ist erbaut zum geistlichen Haus und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer. Ja in ihr hat Gott seinen Tempel, seinen Altar, sein Feuer, seine Priester, seine Brandopfer und Dankopfer. Den Christen wird gesagt: „Der Tempel Gottes seid ihr (1. Kor. 3,1?.); ihr seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum (1. Petr. 2,9.). Ein Herz, in das die Liebe Gottes ausgegossen und das zu brennender Gegenliebe entzündet ist, das ist ein Altar, auf dem das Feuer ewig brennen und nimmer verlöschen soll. Denn die Liebe ist eine Flamme des Herrn und hört nimmer auf. So ist es eine Ermahnung zu geistlich priesterlicher Bedienung Gottes, wenn geschrieben steht Hebr. 13,15: „Lasst uns opfern das Lobopfer Gott allezeit, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.“ Und eben so 1. Thessal. 5,18: „Seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch.“ Opfert Gott Dank. Aber nicht nur dann und wann, sondern allezeit, alle Morgen erweckt in euren Herzen das Feuer dankbarer Liebe, und lasst es nicht erlöschen, auch nicht durch viele Wasser der Trübsal. Weil euch alle Dinge zum Besten dienen, so seid auch dankbar in allen Dingen, nicht bloß in guten, sondern auch in bösen Tagen. Sagt Dank allezeit für alles. Was Gott tut, das ist dem Glauben wohlgetan, also eine Wohltat, es mag dem Fleisch und dessen Empfindung wohl oder weh tun. Darum, weil wir denn je und je so viele Wohltaten empfangen haben, und noch täglich empfangen, wollen wir auch dem Herrn, unserem Gott, täglich mit Freuden das Dankopfer bringen, das ihm angenehm ist durch Jesum Christum. O mein Gott, gib auch hierin zum Wollen das Vollbringen. Gib, dass wir bei allen Dingen, die du tust und geschehen lässt, an deinem väterlichen Wohlmeinen und Wohltun nicht zweifeln, sondern im Glauben für alles dich lieben und dir danken. Unsere Liebe zu dir sei eine feurige Glut und Flamme des Herrn, dass auch viele Wasser sie nicht mögen auslöschen, noch die Ströme sie ersäufen. Lass auch unser Dankopfer dich preisen, und zeige uns je mehr und mehr dein Heil, damit wir noch mehr und besser danken lernen (Ps. 50,23.). (Carl Philipp Johann Spitta)

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nt/52/1._thessalonicher_5_18.txt · Zuletzt geändert: von aj
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