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1. Thessalonicher 5,11

1. Thessalonicher 5,11

Andachten

Ermahnet euch unter einander, und erbauet einer den andern, wie ihr denn auch tut.
Willst du Gott dienen, so lass es dir einen Ernst sein. Sirach 18,23

Es ist nichts schändlicher und ärgerlicher, als ein lauer Christ, der keinen Ernst beweiset, und doch für einen Christen gehalten sein will, doch viel vom Christentum spricht, ohne das wahrhaft christliche Leben mit einem Finger zu berühren. Gott wird solche Menschen ausspeien; denn die Welt nimmt Anlass, das ganze Christentum zu lästern oder sich in ihrem bösen Wesen zu bestärken. Möchten doch solche Menschen lieber Christo und dem Namen Christ ganz entsagen, als sich Christ nennen lassen, und sich doch vom Leben und dem Ernste des wahren Christen lossagen. Wer aber weiß, dass in Christo ein rechtschaffenes Wesen ist, und wirklich sich mit allem Ernste als ein wahrer Christ in Wort und Tat beweiset, der nehme sich auch seiner Brüder mit Ernst an; er versäume nicht, seine Brüder zu ermahnen, zu warnen, zu strafen mit allem Ernst, um Christi willen, dass der Name Gottes und Christi nicht gelästert werde. Vergiss dich aber selber nicht, und lass vorzüglich dein Beispiel und deinen ernsten Wandel in Christo eine Ermahnung und Strafpredigt für andere sein. Die Welt verliert nie den Ernst für ihre Sachen, die doch alle nur zu ihrem Verderben gereichen; und der Christ sollte in seinen ewigen Angelegenheiten und in Gottes heiliger Sache, wovon seine Seligkeit und Christi Ehre abhängt, lau, träge, gleichgültig und lässig sein dürfen? Nein, wer dem Himmelreicht keine Gewalt antut, wird es nicht an sich reißen; Welt, Fleisch und Satan werden es ihm zehnmal aus den Händen schlagen, wenn er es nur mit halbem Ernste anfasst, und nicht mit heldenmütiger Treue ergreifet. (Johannes Evangelista Gossner)


Ermahnt euch untereinander, und baut Einer den Andern, wie ihr denn tut.
Wer sich dem Herrn zum Tempel hingegeben hat, der muss auch bauen helfen an dem großen Gotteshaus der Gemeinde Jesu Christi. Und wenn unsre Epistel sagt, wir haben mancherlei Gaben“, so wird uns damit zugerufen: Gib deine Gaben hin zum Besten der Gemeinde. Zum Besten der Gemeinde aber arbeiten wir zuerst bei unserm Nächsten, von Person zu Person. Gib Deine Gaben hin und baue deinen Bruder. So verlangt es unser Spruch. Gib hin deine Zeit, die oft teuer sein mag, gib hin deine Kraft, die oft so lahm sein mag, gib hin die Bequemlichkeit, die dem Fleisch oft so wohltut, gib vor Allem dein Herz hin, das so gern nur für sich selbst schlägt und den Bruder übersieht. Wo aber das Herz einmal hingegeben wird, da steht der Mensch dem Bruder zu Diensten. Wird's schwer? Kennst du doch Den, der sein Herz mit dem purpurroten Blute hingegeben hat, auch für dich. Ihm ist's nicht leicht geworden. Ihm haben wir Arbeit gemacht und Mühe. Wenn er unser Herz gewonnen hat, dann geben wir es gerne hin. Und hingeben sollen wir unsre Gaben, dass wir den Nächsten bauen, baut Einer den Andern, so sagt unser Gotteswort. Ach, das ist ja unser ganzer Kampf, dass der Feind kommt und will niederreißen, was der Herr Jesus Christus aufgebaut hat. O, er gräbt mit scharfem Gräber an dem Fundament unsres Glaubens und unsrer Liebe und unsrer Hoffnung, es soll einstürzen, und unter den Trümmern soll dann all unser Glück begraben werden. Dagegen sollen wir uns helfen, immer wieder bauen. Wo dem Bruder der himmlische Mut zusammenfallen will, baue ihn mit deiner Gabe, ruf ihm den Trostspruch zu: „Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst.“ Wo dem Bruder die selige Gewissheit niedersinken will, dass er erlöst und wirklich Gottes Kind ist sag es ihm ins Herz: „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde.“ Wo der Bruder in leichtem Sinn hingehen und selbst sein herrliches Gotteshäuslein einreißen will ruf ihn zurück: „Halte, was du hast, dass Niemand deine Krone nehme.“ So baust du; es ist ein seliges Bauen. Tue es, vergiss es nicht, es tut wahrlich not!

Lasst uns beten: Herr Jesu Christe! Wir danken Dir, dass Du Deine Gemeinde zu einem heiligen Bau zusammengefügt hast. O treuer Heiland, wir bitten Dich, lass auch uns in dieser Deiner heiligen Gemeinde bleiben, dass wir mit der ganzen Christenheit auf Erden Deine Wohnung sein dürfen. Verleihe Du uns Deinen Heiligen Geist, dass wir unsre Gaben recht anwenden, damit Deine Gemeinde immer mehr gebaut werde. Lege Deinen himmlischen Herzschlag in unser Herz hinein, dass wir dem Bruder gern beistehen, wenn der Feind kommt und will einreißen, was Du gebaut hast. Heilige unsre Hände zum himmlischen Bauen, bis wir einmal bei Dir sein werden, wo kein Feind mehr Macht an uns findet. Kräftige auch heute unsre Herzen und Hände und lass uns bedenken, dass wir über der irdischen Sorge die himmlische Bauarbeit nicht versäumen. Amen. (Wilhelm Hunzinger)

Predigten

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