Kolosser 1,3
Andachten
Wir danken Gott und dem Vater unsres Herrn Jesu Christi, und beten allezeit für euch, nachdem wir gehört haben von eurem Glauben an Christum Jesum und von der Liebe zu allen Heiligen, um der Hoffnung willen, die euch beigelegt ist im Himmel.
Der Glaube an Christum Jesum, für den der Apostel seinem Gott dankt, ist der Grund des Heils. Der allgemeine Glaube an eine Gottheit, an eine Vorsehung, an ein künftiges Leben macht noch nicht reich und selig, er bildet nur eine Vorstufe zum wahren Glauben. Die Liebe ist des Glaubens erste, schönste Frucht, die mit Notwendigkeit aus ihm erwächst. Die christliche Hoffnung schaut auf das künftige Erbe, auf die jenseitige Welt voll Gottesherrlichkeit, Reinheit und Schönheit, unsern Augen noch hinter einem ahnungsreichen Schleier verhüllt. Glaube, Liebe, Hoffnung, das sind die Grundzüge des wahren Christentums; möchten sie auch in unserm Herzen und Leben zu finden sein! (Gottfried Thomasius)
Wir danken Gott und dem Vater unseres Herrn Jesu Christi und beten allezeit für euch, nachdem wir gehört haben von eurem Glauben an Christum Jesum und von der Liebe zu allen Heiligen, um der Hoffnung willen, die euch beigelegt ist im Himmel.
Drei Gnadengaben sollen immer an den Christen sichtbar sein: Glaube, Liebe und Hoffnung. Wenn sie in uns sind, so sind wir nie dürr und unfruchtbar, aber wenn sie fehlen, sind wir wie verdorrte Zweige. Wir sollen reich an Glauben sein, denn er ist die Wurzel jeder andern Gnadengabe und wir müssen deshalb täglich beten: „Herr, stärke uns den Glauben.“ Wir sollen voll sein, bis zum Überfließen voll - von Liebe, denn sie ist von Gott und macht uns Gott ähnlich; und wir sollen auch reich sein an Hoffnung, an himmlischer Hoffnung, die uns antreibt, uns zu reinigen und uns zu bereiten für unser Erbteil im Himmel. Aber von diesen köstlichen Dingen gibt es Nachahmungen, mit denen uns nicht gedient wäre. Wir müssen den rechten Glauben haben, den Glauben an Jesus Christus, an ihn, den die Welt verwirft, dessen Kreuz ein Stein des Anstoßes und dessen Lehre ein Ärgernis ist, ihm allein müssen wir vertrauen. Wir sollen als Christen alle Menschen lieben und ihnen nach Kräften Gutes tun, aber ganz besonders müssen wir die Kinder Gottes lieben, nicht um ihrer Stellung oder äußern Liebenswürdigkeit willen, sondern weil sie Jesus lieben und von Jesus geliebt werden. Und unsre Hoffnung geht vor allem auf die unsichtbare Welt. Sie erwartet nichts von der Zeit und der Erde, sondern alles von der zukünftigen Welt und der Ewigkeit. Möge keine der drei himmlischen Schwestern unsrer Seele fremd sein; möge Glaube, Liebe, Hoffnung in unserem Herzen wohnen! (Charles Haddon Spurgeon)