2. Korinther 6,3

Andachten

Lasst uns aber niemand irgendein Ärgernis geben, auf dass unser Amt nicht verlästert werde.
Zwar bleibt die Gnade dieselbe, die Werkzeuge, durch welche sie uns angeboten wird, mögen sein, wie sie wollen; aber etwas anderes ist es doch, die Gnade mit Wort und Tat predigen, als sie mit Worten preisen, aber mit der Tat verleugnen. Denn wenn auch der ärgerliche Wandel der berufenen Zeugen die Verachtung der Gnade eben so wenig rechtfertigt, als ihr vollkommener Wandel allen Unglauben überwindet, so wird doch die gesegnete Arbeit der Mithelfer Gottes wesentlich dadurch gehindert, wenn die Welt auch nur einen scheinbaren Vorwand findet, ihren Worten nicht zu glauben. Es gilt das aber nicht bloß von denen, die im Amte stehen, sondern von jedem, der den Anspruch macht, ein Jünger JEsu zu sein. Denn Gott hat unsere Mitarbeit nicht bloß an das Amt gebunden, sondern wir sind alle berufen, Zeugen Christi und einer des andern Helfer zu sein. Wenn daher der Apostel uns ermahnt, niemand ein Ärgernis zu geben, so meint er zwar zunächst sich selbst und stellt sich als einen solchen dar, der alles daransetzt, ein Mithelfer Gottes zu sein, aber er macht es auch zugleich allen Christen zur heiligen Pflicht, durch das eigene Beispiel zu beweisen, wie die empfangene Gnade in dem Kampfe mit der Welt und in dem Siege über die Welt sich bewährt. Wir danken Dir, lieber HErr, dass Du uns die Augen aufgetan und hast uns erkennen lassen, was zu unserm Frieden dient. Deine Gnade hat uns aus unserm Sündenschlafe erweckt und uns zu einem neuen Leben wiedergeboren. Mache uns nun auch zu lebendigen Zeugen, dass wir nicht bloß mit Worten Dich rühmen und preisen, sondern auch die Kraft der empfangenen Gnade in unserm | Leben beweisen, damit wir der Welt kein Ärgernis geben und nicht um unsertwillen Dein Name unter den Ungläubigen gelästert werde. Du hast ja niemand gesetzt zum Zorn, sondern dass sie alle selig werden durch unsern HErrn JEsum Christum; und die Du gerecht und selig gemacht hast, die hast Du auch berufen, dass sie Deine Zeugen sein sollen, damit auch die gerettet werden, die Dich noch nicht kennen. Rüste uns dazu aus und lass es uns erfahren und der Welt beweisen, dass unser Glaube der Sieg ist, der die Welt überwindet. Amen. (Hermann Haccius)

Predigten

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