Apostelgeschichte 3,19

Apostelgeschichte 3,19

Andachten

So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden vertilgt werden; auf dass da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesicht des Herrn.
O treuer Gott, erweiche unsern harten Sinn zu rechter Buße, damit unsre Tage nicht vergeblich dahingehn und wir unser Heil nicht verlieren, auf dass auch uns komme die Zeit der Erquickung von dem Angesicht des Herrn. Wir haben eine herrliche Zukunft. Wir wandern der Ewigkeit entgegen, wo die große Seit der Erquickung anbrechen wird für alle, die zu ihrem Gott sich bekehren mit bußfertigem Sinn; wo vom Angesicht des Herrn himmlische Freuden niederfließen auf die Seinen. Aber auch jetzt schon mitten in der Arbeit und den Kämpfen der Heiligung, unter den heißen Tränen der Buße kommen Denen, die zu Gott sich kehren, Zeiten der Erquickung von dem Angesicht des Herrn die innern Sonnenblicke der Gnade, mit denen der Herr, verborgen vor der Welt, die Seinen erquickt: sein Geist spricht unserm Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh. - Gott ist getreu. Was er zusagt, das hält er gewiss. Wie öde und trostlos, wie verloren und verlassen wir uns bisweilen auch fühlen, er wird uns senden die Zeit der Erquickung von seinem Angesichte - wenn wir nur unser Angesicht der Sonne zuwenden in aufrichtiger Bekehrung. Unsre Klagen werden verstummen, dass er sich vor uns verbirgt, wenn nur der treue Gott nicht mehr über uns zu klagen braucht: Sie hören mein Wort und folgen ihm nicht; sie erfahren meine Hilfe und danken mir nicht; sie heißen mein Volt und sind es nicht. - So tut nun Buße und bekehrt euch. (Adolf Clemen)


So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden vertilgt werden.
Die Bekehrung ist unter allen Dingen für den Menschen das Notwendigste. Zwar hat von Anfang an der Teufel und seine Werkzeuge gegen nichts so wütend gearbeitet, als diese Wahrheit zu entkräften oder noch lieber zu vernichten. Aber es bleibt bei dem, was die Schrift sagt: Sünder, wenn du dich nicht bekehrst, so gehst du verloren. Was ist Bekehrung? Wenn man gute Eindrücke von der Wahrheit fühlt, manchmal bis zu Tränen gerührt wird, gerne etwas Gutes hört, die groben Sünden meidet, vor den Menschen ehrbar wandelt, Almosen gibt, Gefälligkeiten erweist, sich leutselig und friedsam zu betragen weiß, sein Amt untadelhaft verwaltet, so ist man deswegen doch noch nicht bekehrt. Was ist aber Bekehrung? Es ist die von Gott selbst geforderte gänzliche Veränderung des bösen Herzens, die ernstlichste Umkehrung vom Bösen zum Guten, vom Sündendienst zum Gehorsam der Wahrheit, von der Gottlosigkeit zur Gottseligkeit, vom Krieg zum Frieden, von der Unruhe des Herzens zur Ruhe, von der Trostlosigkeit zur Fülle des Trostes, vom Tod zum Leben, vom Satan zu Gott und Jesu Christo. Dass nun Millionen Menschen, die sich Christen nennen, dieses vernachlässigen, kommt nur daher, weil sie blind sind, weil sie die gefahrvolle Schrecklichkeit ihres Zustandes nicht einsehen. Die Meisten nehmen sich eher Zeit, an Alles zu denken, als an dies Eine, das not, tut. Wer aber dem Heiligen Geist stille hält, dass er ihm die Augen der Seele auftun kann, wer sich dann so erblickt, wie er von Natur ist, der fühlt nichts dringender, als die Notwendigkeit der Bekehrung. Und dann kommt Alles darauf an, ob er sein zur Selbsterkenntnis gebrachtes Herz dieser Veränderung unterwerfen will. Wil er ernstlich, ohne Aufschub und Ausflüchte, so ist die Sache bald getan, das arme, aus seinem gefährlichen Schlafe erweckte Herz wendet sich dann mit seinem ganzen Jammer, mit all seiner Traurigkeit, mit dem Gefühl seiner Strafwürdigkeit gerade zu dem Sohne Gottes, Jesu Christo. Und dieser ist der Mann, bei dem das Leben zu finden ist. Er hilft. (Ludwig Hofacker)

Predigten

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