Apostelgeschichte 14,27
Andachten
Da sie aber kamen, versammelten sie die Gemeine, und verkündigten, wie viel Gott mit ihnen getan hatte, und wie er den Heiden hätte die Tür des Glaubens aufgetan.
Auf Anregen des Heiligen Geistes hatte die Gemeinde zu Antiochien den Paulus und seinen Gehilfen Barnabas zu der ersten Missionsreise unter die Heiden abgeordnet. Sie waren mit dem Worte des Lebens hinausgezogen und hatten es treulich gepredigt. Wiederum zurückgekehrt, versammelten sie die Gemeinde und erstatten über ihre Tätigkeit Bericht. Nicht was sie unter den Heiden ausgerichtet, sondern wieviel Gott mit ihnen getan, das rühmen sie. Denn wahrlich, alle geistliche Arbeit ist Gottes Werk, er muss die Herzen rühren, er muss mit seinem Wort gehen und es an den Herzen kräftig machen; er muss auch den Heiden die Tür des Glaubens auftun. Und er tut es heute durch die Arbeit und Predigt unserer Missionare, wie in jenen Tagen durch den Dienst des Paulus und Barnabas. So fest auch die Riegel sind, mit welchen die Herzen der Heiden durch Jahrtausende alten Götzendienst verschlossen sind, so stark ist doch Gottes Geist, der endlich, wenn seine Zeit und Stunde gekommen ist, die Riegel zerbricht. Wie einst Paulus und Barnabas ihren Bericht über die Taten Gottes unter den Heiden der Gemeinde vorgetragen, so senden uns auch die Friedensboten, welche draußen hin und her zerstreut unter den Heiden arbeiten, ihre Missionsberichte und verkündigen uns in denselben den Sieg des Evangeliums. Daraus sollen wir es inne werden, dass der Herr Gott ist und dass er die Grenzen seines Reiches immer weiter ausbreitet bis an die Enden der Erde. Wie es im weltlichen Reiche zugeht, das lesen und hören wir so gerne, die Zeitungen, welche Tagesneuigkeiten bringen, sind manchem so unentbehrlich wie das tägliche Brot. Sollte es uns denn nicht viel näher angehen, wenn uns berichtet wird, welche Fortschritte das Reich Christi unter den Heiden macht? Dass uns dies so wenig fesselt, kommt davon, dass uns Christus selbst noch nicht genug fesselt. Mangel an Liebe zur Mission hängt immer mit Mangel an Liebe zu Christo zusammen, der den Missionsbefehl gegeben hat! (unbekannt)