Johannes 9,10
Andachten
Sie sprachen zu ihm: Wie sind deine Augen aufgetan? Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heißt, machte einen Kot und schmierte meine Augen und sprach: Gehe hin zu dem Teich Siloah und wasche dich! Ich ging hin und wusch mich und ward sehend.
Der Blinde ist das Bild eines Menschen, der nichts verstehen kann. Du hast das Evangelium schon viel hundertmal gehört, aber du kannst es nicht erfassen, es bleibt dir verschlossen. Der Prediger, deine Eltern, deine Lehrer oder Freunde haben es dir erklärt, du hast auch manches gute Buch darüber gelesen, aber sein Sinn bleibt dir verborgen. Es ist so klar wie die Sonne am Himmel, aber du siehst es nicht. Was hilft einen Blinden die Sonne, die er nicht sehen kann? Und du bist ein geistlich Blinder. Aber der Herr Jesus ist gekommen, dass er dir die Augen austue. Weißt du, dass du blind bist? Dann fängst du schon an, ein wenig zu sehen. Wer über seine Blindheit trauert, der hat schon ein bisschen Augenlicht. Wenn du fühlst, dass du im Finstern tappst, und wenn du anfängst zu rufen: „Herr, öffne mir die Augen!“ so steht Jesus vor dir und spricht: „Der Herr hat mich gesandt zu verkündigen den Blinden das Gesicht.“ Glaube ihm und er wird deine Augen berühren, dass es in deiner Seele licht wird. Er wird dir dein geistliches Auge austun, wie er dem Blindgeborenen das leibliche Auge aufgetan hat, und du wirst vielen ein Wunder sein. Vielleicht sprichst du jetzt schon: „O, ich verstehe es! Wie konnte ich nur so blind sein!“ Dann sei getrost, du wirst nie wieder erblinden. Wem der Herr das Augenlicht geschenkt hat, dem kann es der Satan selbst nicht wieder rauben. (Charles Haddon Spurgeon)