Johannes 6,32
Andachten
“Mein Vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel.“
Das ist das Lebensbrot, der Heiland, JEsus Christus, dessen Person und Wort unsrer kranken Seele Speise und Gesundheit sein soll. Durch Ihn leben wir wieder. Das Brot ist ja dazu da, dass man durch dasselbe lebe. Nun aber lebt man durchs Brot nur ein irdisches Leben, und auch dann nur, wenn man täglich Speise zu sich nimmt. Es ist also alles Brot ein Spender von Leben; aber ewiges Leben gibt das irdische Brot nicht, wenn wir noch so vieles und kostbares essen; es reicht nur bis an den Tod hin. Der Heiland aber gibt Speise über den Tod hinaus, die nicht mehr hungrig macht, sondern die das ewige Leben sichert, das nicht mehr aufhört. Wer JEsum Christum erfasst hat, der verhungert nicht mehr. Wer einmal das Brot Gottes von JEsu Christo, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, wirklich hat, kommt niemals mehr in einen Todeshunger hinein. Es kann ihm der Hunger zur Empfindung kommen, aber verhungern kann. er nicht mehr. Er spürt, dass, was er hat, ewig fort lebt, und nicht mehr aufhört mit dem Tod. Man kann es an Sterbenden sehen, dass, was sie vom Heiland haben, ihnen durch den Tod nicht genommen werden kann. Wenn ihnen der Tod alles nimmt, dieses Brotschnittchen nimmt er nicht. Mancher Sterbende, wenn er merkt, es gehe aus mit ihm, will deswegen noch recht von diesem Brot genießen, damit er auch was habe, wenn er hinüber komme. Darum ist's wichtig, dass wir das echte vom Himmel gekommene Lebensbrot haben, das nicht auf den Feldern gewachsen ist; und wir hoffen, es komme bald wieder etwas mehr davon, nämlich die Gaben und Kräfte des Heiligen Geistes, wie sie uns durch den Kreuzestod Christi erworben sind. Dann geht's nach allen Seiten in ein Völligeres und zuletzt ins Vollkommene. (Christoph Blumhardt)