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Johannes 1,46

Johannes 1,46

Andachten

Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sich es.
Nathanael kam gleich zu Christus. Sobald Philippus zu ihm sagte: „Komm und sich es,“ da kam er und sah. Er blieb nicht daheim und dachte: „Nun, wenn etwas an dieser neuen Lehre ist, werde ich schon davon hören,“ sondern er ging darauf los. Glaubt keiner Lehre, die euch erlaubt still zu sitzen und die euch nicht nötigt zu ringen, dass ihr durch die enge Pforte eingeht. Wenn die Wahrheit zu euch kommt, so rüttelt sie euch aus eurer Trägheit auf und treibt euch zu Christus, so dass ihr mit Ernst und Eifer nach ihm sucht, wie nach einem verborgenen Schatz. „Komm und sieh,“ sprach Philippus, und Nathanael kam und sah. Er hat wohl kaum erwartet, durch den leiblichen Anblick des Herrn bekehrt zu werden. Er sah zwar die Gestalt des Messias, aber erst als er ihn reden hörte, als er seine Allwissenheit kennen lernte, als er sah, dass Jesus die innersten Gedanken und die geheimsten Handlungen Nathanaels kannte, - da erst glaubte er. - Manche Menschen erwarten eine besondere Offenbarung: einen Traum, ein starkes Gefühl oder ein merkwürdiges Ereignis in der Familie. Wenn sie nicht Zeichen und Wunder sehen, so glauben sie nicht. Aber ein beseligender Blick auf Christus ist etwas ganz anderes. Die Wahrheit muss auf das Gemüt wirken, den Verstand erleuchten, das Herz gewinnen. Christus ist auf Erden nur geistlich gegenwärtig und wir können ihn hienieden auch nur mit dem Auge des Geistes sehen. Aber wir können auch so die Schönheit und Erhabenheit seines Wesens und die Allgenugsamkeit seiner Versöhnung wahrnehmen, und dadurch kann uns der Heilige Geist zum Glauben an ihn führen. (Charles Haddon Spurgeon)


Komm, und sieh es.
Wie Philippus mit diesem Worte dem Nathanael geantwortet, als dieser frug: Was kann von Nazareth Gutes kommen? so soll auch allen geantwortet werden, welche wegwerfend und geringschätzig von der Missionsarbeit der Kirche denken und reden. Forscht man näher bei solchen Leuten nach, so wird man zu seiner Verwunderung merken, dass sie von dem, was Mission heißt, blutwenig wissen. Es ist eben einmal das Wort Mission für Viele eine Art Schreckgespenst geworden; es überläuft sie ein Gruseln, wenn sie es vernehmen, und darum halten sie sich hübsch in der Ferne, was sie aber keineswegs hindert, möglichst geringschätzig von der Sache zu reden. Solchen sei's zugerufen: Komm, und siehe es, gib dir doch erst die Mühe, dich mit der Sache, über welche du reden und urteilen willst, bekannt zu machen. Und wahrlich, die Mission braucht sich nicht zu scheuen, näher und gründlicher betrachtet zu werden. Sie kann Früchte aufweisen, gute Früchte, an welchen man den guten Baum erkennt. Komm, und siehe es, wie die Mission aus rohen und stumpfen Leuten gebildete und gesittete, aus unzüchtigen keusche, aus lasterhaften gottselige, aus zornmütigen sanftmütige, aus unbarmherzigen mitleidige Leute macht. Komm, und siehe es an den Christendörfern in der Heidenwelt mit ihren Kirchlein in der Mitte was ist's doch für ein ganz anderes Wesen, als ringsum in den Heidendörfern, schon äußerlich angesehen und vollends, wenn man in die Häuser und in die Herzen hineinschaut! Komm, und siehe es an der Opferfreudigkeit und Leidenswilligkeit, die sich bei den einzelnen Heidenchristen und den christlichen Gemeinden aus den Heiden findet. Komm, und siehe es an den Kranken- und Sterbebetten. So mancher, der vordem seine Kniee vor den Götzen gebeugt: da ist Geduld, da ist Trost, da ist Friede, da wird die Todesfurcht durch den Glauben an den gestorbenen und auferstandenen Heiland gemildert und gemindert. Komm, und siehe es, wie das Kreuz des Herrn Jesu in aller Stille einen Sieg nach dem andern feiert, und in immer mehr Zungen und Sprachen der Völker die großen Taten Gottes verkündigt werden. Stehst du noch ohne Liebe zur Mission, oder mit Zweifel gegen sie in der Ferne, so sei dir zugerufen: Komm, und siehe es! Und dann urteile und verurteile wenn es dir noch möglich ist! (unbekannt)

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