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Johannes 17,11

Johannes 17,11

Andachten

“Erhalte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, dass sie eines seien, gleich wie wir.“
Was muss das für ein Geheimnis um Gottes Namen sein, dass die darin Geborgenen nicht nur darin erhalten werden können, sondern dass das noch die Wirkung hat, sie auf die wunderbarste Weise zu vereinigen. Dieser Gottesname ist die Offenbarung Jesu. Nichts bewahrt sie nach außen so mächtig als Jesus, und nichts kittet sie nach innen so fest zusammen als Jesus. Dadurch, dass jeder von ihnen für seine Person das rechte Verhältnis zu Jesu Person bekam (Pfingsten!), dadurch war die goldene Fassung um sie gelegt, dass sie erhalten wurden. Aber zugleich machte Jesus in ihnen sie untereinander verwandt, dass, was einer von ihnen von Jesu Art an sich trug, ihn den anderen liebenswert erscheinen ließ. Warum sollte dasselbe nicht auch bei uns möglich sein? Nur unsere Sünde und unsere persönliche ungebrochene Eigenart stört solche Zusammengebundenheit. Wenn aber die Welt zu einem scharfen Angriff auf uns losstürmt, nicht wahr, dann lassen wir alles, was uns trennt, fallen und schließen uns fest zusammen gegen den gemeinsamen Feind. Je näher dem Ende und der Wiederkunft Jesu, desto besser muss das werden.

Der du einst so für deine Jünger gebetet hast, Herr Jesu, decke auch uns mit dem Schild deiner Fürbitte. Reinige deine Kinder und schließ du sie zusammen, dass die Welt erkenne, du habest heute noch die Deinen in deiner Hand. Amen. (Samuel Keller)


Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, dass sie eins seien, gleich wie wir. Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mir gegeben hast, die habe ich bewahrt, und ist keiner von ihnen verloren, ohne das verlorene Kind, dass die Schrift erfüllt würde. Nun aber komme ich zu dir, und rede solches in der Welt, auf dass sie in ihnen haben meine Freude vollkommen.
Das ist es, was Jesus den Seinen erbittet: dass sie erhalten bleiben in dem Namen des Heiligen Vaters. So lange Jesus bei ihnen war, hat Er sie durch Seine machtvolle Person in diesem Namen zusammengehalten und erhalten, so waren sie Eins im Frieden Gottes. Nur das verlorene Kind, den Verräter, konnte Jesus nicht bewahren, denn die Schrift musste erfüllt werden. Nun aber geht Jesus zum Vater, und vor Seinem Scheiden redet Er diese Worte, damit die Jünger durch die Kraft derselben erhalten und bewahrt bleiben, denn diese Kraft ist Seine heilige und ewige Liebe, und wenn diese Liebesmacht sie fest umfängt, dann sind und bleiben sie Eins und haben in sich Seine Freude vollkommen. Das hat sich auch so erfüllt in der ersten Gemeinde. Aber der Feind säte alsbald das Unkraut unter den Weizen. Die Gemeinde blieb nicht erhalten in dem Namen des Heiligen Vaters. Es wuchs auf ein Same der Ungerechtigkeit und der Bosheit, das Einssein ward zerrissen und die Freude ward zerstöret. Aber jede kleine Haus-Gemeinde soll sich daran prüfen, die an diesem Abend sich um ihres Herrn heiliges Bitten sammelt, ob sie würdig sei solches Bittens. Jesus hat Solches geredet hier in der Welt auch um unsertwillen; so sollen wir auch in dieser Stunde die zusammenbindende Kraft Seiner heiligen Liebe spüren; und wo wir sie spüren, soll sie uns reinigen und läutern von dem eigenen, selbstischen Wollen, auf dass Einer des Andern Last trage, einander zurechtzuhelfen mit sanftmütigem Geiste, auch unsere Freude und unser Leid Eins sei in Mit-Freude und Mit - Leiden, dass vor Allem unser Beten und Fürbitten Eins sei in dem Einen heiligen Namen. So bleiben wir erhalten und bewahrt als die Kinder unseres Vaters im Himmel. O, Herr, schaff' also unter uns und in uns Deine Freude vollkommen! (Nikolaus Fries)

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