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Johannes 13,7

Johannes 13,7

Andachten

Gedenkt an das Wort des Herrn Jesu, das Er gesagt hat: “Was ich tue, das weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren.
O gesegneter Tag, an welchem das lang versiegelte geheimnisvolle Buch sich öffnen wird, an welchem „aufbrechen werden alle Brunnen der großen Tiefe,“ und man „Wassergüsse sehen wird“ und Alles als eine überschwängliche Offenbarung vollkommener Weisheit und unsäglicher Liebe erkannt werden wird! Hier täuschen wir uns oft über die Führungen des Herrn; wir können seine Wege nicht ergründen: sie sind tief, wie der Brunnen zu Sichar, und wir haben Nichts, womit wir schöpfen können. Aber bald werden die „Geheimnisse Gottes“ vollendet, die rätselhaften „Siegel“ mit ihren verborgensten Bedeutungen eröffnet werden. Wann der „wolkenlose Morgen“ anbricht, wird jede Seele wie ein Engel in der Sonne stehen, es wird keinen Schatten geben, es wird vollkommen Tag sein!

Sei stille, Christ! die Führungen deines himmlischen Vaters mögen dir dunkel erscheinen, es mag kein goldener Saum, kein „Bogen in den Wolken“ zu sehen sein. Traue ihm nur noch eine kleine Weile. Ein Kind traut dem, was sein Vater ihm sagt: späterhin wird ihm Manches klar werden, was seinem kindlichen Verstande unbegreiflich war. Auf dieser Erde bist du in der Unmündigkeit deines Daseins Ewigkeit ist der Seele unsterbliches Mannesalter. Dort wird jede Führung offenbar werden, und alle Dunkelheit vor den Fluten jener unendlichen Herrlichkeit weichen!

Ach! anstatt zu sein „wie Einer, der von seiner Mutter entwöhnt wird,“ wie sind wir doch so sehr geneigt, uns mit dem zu befassen, was uns zu hoch ist! Nicht mit der Gewissheit zufrieden, dass unser Vater es will, sondern vermessen nach dem Wie und Warum forschend. Wenn es unrecht ist, über das unvollendete Werk eines Menschen ein Urteil zu fällen; wenn der Maler, der Bildhauer, oder der Hankwerker es nicht zugeben würde, dass man seine Arbeiten in noch rauem, unvollendetem, unreifem Zustande beurteile; wie vielmehr ist dies mit den Werken Gottes der Fall! Wie viel mehr sollten wir ihn ehren durch einfältige, vertrauende, rückhaltlose Ergebung in seinen Willen, zufrieden harrend auf die Erfüllung dieser zukünftigen Verheißung, wenn alle die Lichter und Schatten des jetzt noch unvollendeten Gemäldes, zu einem harmonischen Ganzen vermischt und verbunden sein werden, wenn alle die noch zerstreuten Steine des Tempels in ihre bestimmten Stellen hineingefügt werden, dem ganzen Bau Einheit, Ebenmaß und Festigkeit gebend.

Und wer ist es, der diese Worte des Lebens spricht: „Was Ich tue?“ Er ist es, der für uns starb! der jetzt für uns lebt! Teurer Jesu! du magst Manches tun, was unsere blinden Herzen lieber ungetan sähen. Wunderbar ist Er mit Seinem Tun. Das schwerste Kreuz (wir mögen es vielleicht das härteste, ja unerträglichste nennen), welches Du uns auferlegen magst, wollen wir nur als die scheinbare Strenge unsäglicher und unveränderlicher Liebe betrachten. Die Ewigkeit wird es offenbaren, dass Alles, Alles nötig war; dass nichts Anderes, nichts Geringeres genügt hätte! Wenn auch jetzt nicht, so wird doch dann, droben bei einem ruhigen Rückblick auf das Leben, dies die vollste Überzeugung sein:

Des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was Er zusagt, das hält Er gewiss. (John Ross MacDuff)

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