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Lukas 3,3

Lukas 3,3

Andachten

Und Johannes kam in alle Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht in dem Buch der Rede Jesaias, des Propheten, der da spricht: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn und machet seine Steige richtig. Alle Täler sollen voll werden und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden und was krumm ist, soll richtig werden und was uneben ist, soll schlechter Weg werden. Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen.
Also hast du geredet, barmherziger Gott und Vater, durch den Mund deines Knechtes, des Propheten Jesaias, und also ist es nachmals geschehen, da die Zeit erfüllt war. Deinen Diener Johannes den Täufer hast du unserm Herrn bei seinem Kommen zu uns in diese Welt vorausgehen lassen, dass er vor ihm her Buße predigte zur Vergebung der Sünden. Er ist die Stimme des Predigers in der Wüste gewesen, der ihm Bahn machen und den Weg bereiten sollte zu der Menschen Herzen. Er selber hatte zwar nicht Macht, die Sünden zu vergeben, sondern war nur in das Amt gesetzt, durch seine Bußpredigten in den Herzen ein Verlangen danach zu erwecken und hinzuweisen zu ihm, durch den wir die Vergebung unserer Sünden haben sollen. Doch gebührt ihm, diesem Bußprediger in der Wüste, noch heute und so lange man in dieser Welt deinen heiligen Advent feiern wird, dass wir ihn zu uns reden lassen und merken auf sein Wort und Zeugnis von dir, lieber Heiland, Herr Jesu. Darum soll er uns predigen von deiner großen Gnade, aber auch von deinem erschrecklichen Ernst; von deiner Gnade, welche dich in diese Welt gezogen hat zu uns armen Sündern, uns zu retten und selig zu machen, und von deinem Ernste, in welchem du kommen wirst zum Gerichte über alle deine Verächter und Feinde. Siehe, du hast nicht Lust weder an den verzagten Herzen, die kein Vertrauen gewinnen zu dir und aus Kleinmut ferne sich halten von dir, noch an den trotzigen Herzen, die nicht bußfertig über ihre Sünden vor dir sich beugen und dich nicht annehmen wollen als ihren Erlöser und Heiland. So wirke du selbst durch die heilsame Predigt deines Wortes und durch die Gnade deines Heiligen Geistes an uns eine aufrichtige Buße und hilf uns zu dem Ende zu einer gründlichen Erkenntnis unseres ganzen sündigen Verderbens. Wehre aber auch zugleich allem Kleinmut und unseligem Verzagen, als ob nicht auch wir Teil haben könnten und Teil haben sollten an deiner Gnade und an dem Troste der Vergebung unserer Sünden, welche du uns bringst. -Alle Täler in der ganzen Welt sollen ja erhöht und alle Berge und Hügel erniedriget werden. Die Berge sind die Höhen, welche der eigene Hochmut sich aufbaut in seinem unbußfertigen Wesen als Werke eigener Gerechtigkeit; die Täler sind die Tiefen, über welche das verzagte Herz in seinem Kleinmute nicht zu dir hinüber kommen zu können gedenkt und darum zu immerwährender Furcht und Angst von dir geschieden bleibt. Ach so erbarme dich unser! Hilf uns vom Hochmut und vom Kleinmut zum rechten Kindessinn einer dir gefälligen Demut. Den Demütigen gibst du ja Gnade und du wohnest bei denen, die zerschlagenen Herzens und demütigen Geistes sind. Ziehe, ach ziehe doch bei uns ein; mache Wohnung bei uns und bleibe immer bei uns, dass wir, ob wir auch nur Fleisch sind, doch in dir den Heiland Gottes sehen, uns zu ewiger Freude und seligem Trost. Amen. (Carl Gottlieb Just)

Predigten

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