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Lukas 19,42

Lukas 19,42

Andachten

Und Jesus sprach: Wenn doch auch du wüsstest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dient! Aber nun ist es vor deinen Augen verborgen.
Wie lange währt deine Zeit? „So lange, wie ich lebe“, antwortest du. Es ist nicht wahr. Deine Zeit ist die, so lange die Gnade Gottes noch über dir waltet. Als Jerusalem vom römischen Heer und von der Wagenburg umschlossen war, da war es seine Zeit nicht mehr. Es war hingegeben in die Strafe seiner Sünde. Bis zu dem Morgen, da Noah in die Arche ging, konnte die erste Welt noch sagen: „Es ist unsere Zeit.“ Von dem Morgen an war sie geworfen unter das Schwert der göttlichen Gerechtigkeit. Es war nicht mehr ihre Zeit. Bis zu der Stunde, wo der Engel den Lot aus Sodom führte, konnten die Sodomiter sagen: „Es ist unsere Zeit.“ Sie konnten mit der Zeit noch machen, was sie wollten. Sie konnten sie noch brauchen zur Buße und zur Sünde. Von der Stunde an waren sie geworfen unter das Schwert der göttlichen Gerechtigkeit. Es war nicht mehr ihre Zeit. Denke an Pharao. Als die Wellen des roten Meeres über ihm zusammenschlugen, da war nicht mehr seine Zeit. Liegst du erst ganz festgeschmiedet in den Ketten der Sünde, dann ist deine Zeit nicht mehr. Drei Dinge sind es, sagen unsre Alten, deren wir auf den morgenden Tag nicht versichert sein können: des Lebens, der Buße, und eines gnädigen Gottes. Darum ergreife das letzte Restchen deiner Zeit. Bedenke, dass es keinen Frieden gibt, als wenn du dich mit Herz und Seele, Leben und Liebe in deinen Herrn eingesenkt hast.

Herr, wir beginnen heute wieder die neue Woche als unsere Arbeitszeit. O lehre uns bedenken, dass sie auch eine Arbeitszeit an unseren Seelen sein soll. Noch lässt du uns unsere Tage, um sie auszukaufen für unsere Seligkeit. Lass uns fleißig und treu sein in unserm irdischen Amte, aber vor allem in unserm himmlischen Berufe. Ja, unsere Zeit geht schnell dahin, wer weiß, ob nicht unsere letzte Lebenswoche da ist, so gib uns denn allezeit die rechte Treue, dass uns die letzte Stunde nicht unvorbereitet finde. Lass uns auch diesen Tag so verbringen, dass er uns nicht dereinst vor dir verklage. Amen. (Friedrich Ahlfeld)


Wenn doch auch du erkenntest, was zu deinem Frieden dient.
Mächtig reden die Grabgeläute zu den Herzen. Heute kann ein alter, morgen ein junger Mensch plötzlich vor den Richterstuhl Gottes gerufen werden. Warum sorgen denn so wenige für ihre eigene Zukunft? - Ach, dass sie doch Verstand hätten, zu bedenken, was zu ihrem Frieden dient! Niemand geht mit dir hinüber, niemand begleitet dich zu dem göttlichen Richterthron. Du musst persönlich vortreten, du selbst musst offenbar werden. Es handelt sich um deine eigene Zukunft, um dein eigenes Wohl oder Wehe. Keine Kirche, kein System macht selig. Jesus ist der Herr des Himmels und der Erde. Er kann einladen lassen, Er kann die Gäste empfangen. Er ist es, der uns sagen lässt: Kommet, denn es ist alles bereit! Wer Ihn verachtet und Seinen Ruf verschmäht, der ist unglücklich hier unten und tritt arm und leer in die Ewigkeit ein, für die zu sorgen er zu töricht war. Alles ist bereit, eingeladen bist du; was willst du nun tun? Gehe nicht leichtfertig über diese Frage hinweg! Prüfe, überlege, handle. Entschuldigungen nimmt Er keine an, und dir nutzen solche gar nichts. Entweder lässt du dich reinigen durch Sein Blut und dich bekleiden mit dem Rocke Seiner Gerechtigkeit und setzt dich also an Seine königliche Tafel, dann ist dir geholfen, Freude und Wonne wird dich ergreifen, aber Schmerz und Leid von dir fliehen - oder du weißt die heilvolle Einladung ab, verharrest in deinen Sünden, dann ist dein Ende das Verderben; Finsternis und Jammer hüllen dich ein. Erwäge es wohl! Durchbrich mutig alle Hindernisse, Er wird dir helfen. (Markus Hauser)

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