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Lukas 15,7

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Andachten

Es wird Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut.
Die Engel wissen, was die Freuden des Himmels sind, und darum freuen sie sich über einen Sünder, der Buße tut. Wir reden von Perlentoren und goldenen Gassen und weißen Kleidern, von goldenen Harfen und unverwelklichen Kränzen; aber wenn ein Engel mit uns vom Himmel spräche, so würde er lächeln und sagen: „All das ist nur wie das Geplauder eines Kindes. Ihr seid Kindlein und könnt die Größe der ewigen Seligkeit nicht fassen; darum hat euch Gott ein Bilderbuch gegeben, ein ABC-Buch, in dem ihr nur eben das Alphabet von dem, was der Himmel ist, lernen könnt; aber wie es wirklich im Himmel aussieht, das wisst ihr nicht. O Sterblicher, dein Auge hat seine Herrlichkeit noch nie gesehen; dein Ohr hat noch nie seine entzückenden Lieder gehört; dein Herz hat noch nie jene Seligkeit ohne gleichen empfunden.“ Ja, wir können reden und denken, ahnen und träumen, aber wir können niemals den unendlichen Himmel fassen und ermessen, den Gott für seine Kinder bereitet hat. Aber die Engel kennen seine Herrlichkeit, drum freuen sie sich über den bußfertigen Sünder, dem ein solches Erbe gewiss ist. (Charles Haddon Spurgeon)


Es wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut.
Von allen Arbeiten ist die Arbeit der Buße leider eine der seltensten und unbekanntesten, aber auch häufig eine der schwersten, wenn sie auch nicht unmittelbar die körperlichen Kräfte in Anspruch nimmt, die aber auch nicht selten darunter leiden. Meine Gestalt ist verfallen vor Trauer, sagt David. Es ist wahr, die Buße ist nicht bei Allen, denen sie geschenkt wird, mit gleich durchdringenden und heftigen Bewegungen verknüpft, im Ganzen wird aber doch das Gemüt kräftig und zugleich schmerzlich aufgeregt, die allerwichtigste Sorge bemeistert sich desselben, nämlich die Sorge seiner ewigen Seligkeit, die Sorge, wie man vor Gott, dem Richter über Alle, bestehen, und wie man das erlangen solle, was vor ihm gilt. Es entstehen die wichtigsten Kampfe; der Kampf, sich aus den Verstrickungen der Welt, darin man sich verwickelt sieht, loszureißen; der Kampf des Gebetes, um so lange mit Gott zu ringen, bis er gesegnet hat; der Kampf wider den Unglauben und unzählige Bedenklichkeiten. Dazu kommen die fürchterlichen Drohungen wegen der Sünde, und die Vorhaltung des endlosen Elends, was sie nach sich zieht. Jetzt ist die Seele wohl eine Elende, über die alle Wetter gehen. Fährt auch zuweilen ein Trost wie ein Blitz durch die Seele, so ist die darauf folgende Nacht desto finsterer. Wollen Andere ihr tröstlich zusprechen, es haftet nicht; wollen sie selbst mit bebender Hand einen Trost auf sich deuten, es entfällt ihnen. So durchschneidet gleichsam eine scharfe Pflugschaar den Acker ihres Herzens, um dasselbe fürs Evangelium desto empfänglicher zu machen, und wirft alles um und um. Den Trost der Vergebung der Sünden haben sie noch nicht, wiewohl sie nach Gerechtigkeit hungert, und sie eben deswegen schon seliggepriesen werden, als die da satt, als die da getröstet werden sollen.(Gottfried Daniel Krummacher)

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