Sie befinden sich hier: Andachtsbibel » Neues Testament » Lukasevangelium » Lukas 12,49
Zuletzt angesehen: Lukas 4,29 Psalm 68 Lukas 19,3 Lukas 12,49

Lukas 12,49

Lukas 12,49

Andachten

Ich bin kommen, dass Ich ein Feuer anzünde auf Erden; und was wollte Ich lieber, als es brennte schon!
Das sind die drei Dinge, die wir immer im Gesicht zu behalten haben, nämlich, dass wir verloren, verdammt und erlöst sind. Und das sind wir alles drei zugleich. Nämlich ein jeglicher Mensch, der JEsum noch nicht hat, noch kennt, der ist in den Augen eines Knechts JEsu Christi, der um's Geheimnis weiß, ein verlorener, ein verdammter, aber auch schon erlöster Mensch. Unser Trost ist hie und da eine Seele, die die Kraft des Blutes des Bundes erfährt, zur Vergebung der Sünden kommt, und die, obgleich mit Schmach bei der Welt, mit uns ausruft: Er ist geschlachtet und hat mich erkauft mit Seinem Blut! (Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf.)


Ich bin gekommen, dass ich ein Fener anzünde auf Erden; was wollte ich lieber, denn es brennte schon?
Der Christ ist erst dann ein recht wackerer Mensch, wenn er brünstig ist im Geist, das heißt, wenn es in seinem Herzen brennt von himmlischem Feuer. Und dazu ist Christus in die Welt gekommen, dass er dies Fener bei recht Vielen anzünde, das Fener göttlicher Liebe. Er hat vom Himmel eine heilige Glut hernieder gebracht, und seine Sehnsucht geht dahin, dass sein Liebesfeuer von Land zu Land brennen möge, dass zuletzt die ganze Erde ein großer Altar Gottes sei, auf dem das heilige Fener brenne, und nach dem Himmel hinauf sollen die Flammen der menschlichen Liebe schlagen. Und unter diesen Flammen soll auch dein Flämmlein leuchten, auch deines Herzens Liebesglut soll glühen, die heilige Glut brennender Liebe zu Jesu, dem Gekreuzigten. Dem gegenüber hat sich Satanas aufgemacht und hat sein Feuer aus der Tiefe geholt und kann es nicht sehen, wenn Jesu Feuer brennt, es tut ihm in den Augen weh. Da soll die Glut der Sünde das Herz verbrennen; das ist sein Wunsch. Darum entscheide zwischen diesen beiden Feuern, welches willst du wählen? Da merke dir einen Hauptunterschied zwischen dem Feuer, das Jesus anzündet, und zwischen dem Feuer, das der Satan anzündet. Das himmlische Feuer verzehrt zuerst und dann macht es so lieblich warm; das böse Feuer aber macht zuerst lieblich warm und dann verzehrt es unbarmherzig. Wo der Herr Jesus sein Feuer anzündet, da muss erst Vieles verbrannt werden. Da muss alle Eigenliebe und alle Unreinigkeit und alle Unwahrheit und alle Weltliebe zu Asche werden, und nichts darf übrig bleiben, als Jesus allein. Dann aber wird es im Herzen so köstlich warm. Das Leben ist oft so kalt, so bitterkalt. Wenn aber einmal das Feuer der erbarmenden Liebe Jesu in uns glüht, dann wissen wir uns von herzlicher Liebe umgeben, dann ist unsre Seele so glücklich und so warm. Ganz anders ist's mit dem höllischen Feuer. Das ist zuerst so lieblich warm. Uns scheint es so herrlich und glücklich am Kohlenfeuer der Feinde Jesu zu sitzen; es ist die Sünde oft so schön! Aber „über ein Kleines“ kommt der Jammer nach. Das böse Feuer verzehrt unsern Frieden und verbrennt unser Glück und verdirbt unsre Seligkeit. Davor behüte uns, lieber himmlischer Vater.

Lasst uns beten: Wir danken Dir, lieber Herr Jesu Christe, dass Du auf Erden gekommen bist, ein großes Feuer anzuzünden, ein Feuer Deiner göttlichen Liebe. Nun bitten wir Dich von Herzen, lass auch uns unter dem lieblichen Schein Deines himmlischen Feuers recht froh werden. Und wenn der Satan kommt und will sein höllisches Feuer in uns legen, dann rette Du unser Herz. Lehre Du uns recht verstehen, dass Dein Fener zuletzt so herrlich warm macht, wenn es auch zuerst so Vieles verzehren muss; lehre uns auch erkennen, dass das höllische Feuer uns zuletzt alle Freude verbrennt, wenn es auch im Anfang so lieblich warm scheint. Herr, lass Deine Liebe in uns brennen! Gib, dass keine Stunde des heutigen Tages uns kalt finde, sondern, dass unser Herz immer glüht in herzlicher Liebe. Amen. (Wilhelm Hunzinger)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
nt/42/lukas_12_49.txt · Zuletzt geändert:
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain