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Markus 6,31

Markus 6,31

Andachten

Ruht ein wenig.
So sagt der Herr zu seinen Jüngern. Ruhen können ist keine leichte Sache. Es ist nicht genug, dass die Feierabendstunde schlägt, zu dem Ruhen der Hände muss auch das Ruhen der Gedanken und des Herzens kommen. Hat man den rechten Ruheort gefunden, so kann man dann auch zuweilen mitten in der Unruhe ruhen, oder auch aus einer unruhigen Tätigkeit zu einer ruhigeren, Leib und Seele weniger anstrengenden kommen. Die Kunst zu ruhen fängt damit an, alle Lebensinteressen in einem zusammenzufassen. Die unruhige Martha war eine liebe Schwester und konnte doch noch nicht zur rechten Ruhe kommen; der Herr gab ihr darum ins Herz: Eins ist Not. Wo Gott sein Fundament gelegt hat, da kann das unruhige Herz auch stille werden. Das Vielerlei erschöpft hat man aber ein Gut, dem man alle andern opfern kann, so kann man auch eingehen zur Ruhe. Den andern Menschen ist diese Türe verschlossen. Sie sagen: Wenn ich einmal Ruhe haben werde aber dann fangen wieder neue Unruhen an. Der innere Wirrwarr muss vor dem äußern beseitigt werden; die Ruhelosigkeit auch in den Ruhestunden kommt daher, dass man noch keinen Frieden mit Gott hat. Die Sünde ist auch die Unruhe; ist die Sünde gerichtet und vergeben, so hat auch Leib und Seele Ruhe. Dann erst kann auch die äußere Ruhe Erquickung geben. Die Stille wird dann wieder eine Zeit des Sammelns und der inneren Kräftigung. Die Jünger des Herrn bedurften solcher Ruhestündchen sehr; Jesus suchte sie auch für sich selber. Eine fortgesetzte Tätigkeit wird leicht zu einer geistlosen, mechanischen, wenn nicht Öl in das Räderwerk gegossen wird. Und wie groß ist der Aufbruch des geistigen Öls? Wer für den Herrn arbeitet, fühlt das täglich. Wie muss das geistige Leben in stillen Augenblicken genährt werden, damit es eine Beweisung der Kraft bleibe? Je schärfer man es nimmt mit der Sünde, je tüchtiger wird man, sowohl anhaltend für den Herrn zu arbeiten, als auch in ihm zu ruhen; in der Stille, wie im Tumult. (Friedrich Lobstein)

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