Markus 2,17

Andachten

Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Kranken.
Wenn wir anfangen im Evangelium zu forschen, so finden wir, dass es immer nach dem Sünder hinblickt, wie der Arzt nach dem Kranken und der Wohltäter nach dem Armen. Das Evangelium lässt seine Einladung ergehen. An wen ist sie gerichtet? Sie gilt denen, die mit Sünden beladen sind und von ihren Folgen frei werden möchten. Es lädt alle Kreatur ein, weil alle Kreatur sein bedarf; aber ganz besonders lädt es die ein, die kein Geld, d. h. kein Verdienst haben. Es ruft denen, die hungrig und durstig und arm und nackt, d. h. in verschiedener Art sündenkrank sind. Auch die Gaben, die das Evangelium verheißt, setzen sündige Empfänger voraus, denn es verspricht Leben den Toten, das Gesicht den Blinden, Freiheit den Gefangenen, Reinigung den Befleckten, Freisprechung den Schuldigen. Kein Segen ist als eine Belohnung versprochen, keine Einladung ergeht an solche, die die Gnade als ein Recht in Anspruch nehmen, sondern wir sind eingeladen, zu kommen und allen Segen als ein Gnadengeschenk von Gott zu empfangen. Und wie lauten die Gebote des Evangeliums? Tut Buße! Wer anders als ein Sünder kann Buße tun? Glaubt! Aber man glaubt nicht an das Gesetz. Das Gesetz spricht nur vom Tun. Glauben kann nur der Sünder, und er kann nur glauben an die Seligkeit aus Gnaden. (Charles Haddon Spurgeon)


Ich bin kommen zu rufen die Sünder zur Buße und nicht die Gerechten.
Das, was das Evangelium von sich selbst aussagt, zeigt, dass es für die Sünder bestimmt ist. Zu dem Hochzeitsmahl des großen Königs kommen nicht die Gäste, die man von rechtswegen erwarten sollte, sondern die, die man von den Landstraßen und an den Zäunen zusammensucht und nötigt, hereinzukommen. Wenn das Evangelium unter dem Bilde eines Festmahls geschildert wird, so ist's ein Mahl für die Blinden und Lahmen und Krüppel; wenn unter dem Bild eines Brunnens, so ist's ein Brunnen für die Sünde und Unreinigkeit. Überall erweist sich das Evangelium als des Sünders Freund, und der Wahlspruch dessen, der uns das Evangelium gebracht hat, heißt noch immer: „Dieser nimmt die Sünder an.“ Das Evangelium ist ein Spital für die Siechen; nur die im Sündenelend Versunkenen nehmen seine Wohltaten an; es ist eine Arznei für die Kranken; den Gesunden und Selbstgerechten schmeckt sein heilsamer Trank nicht. - Es findet auch seine besten Streiter unter den allergrößten Sündern. Es stellt sich auf den Grundsatz, dass der, dem am meisten vergeben ist, auch am meisten liebt. Darum sucht sich der gnadenvolle Herr die Allersündigsten aus und offenbart sich an ihnen in seiner überschwänglichen Liebe. Er spricht: „Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünde wie den Nebel.“ wohl, das Evangelium wendet sich an die Sünder und von den größten Sündern wird es am meisten verherrlicht. (Charles Haddon Spurgeon)

Predigten

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