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Markus 12,43

Markus 12,43

Andachten

Und Er rief Seine Jünger zu Sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, Ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt, denn alle, die eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem Übrigen eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hat, ihre ganze Nahrung eingelegt.
O großes Vertrauen, großer Glaube dieses Witwenopfers! Wir denken an Luthers Wort, da er mit dem Bann des Papstes bedroht von Cajetan in Augsburg gefragt wurde, wo seines Bleibens sein werde, wenn nun auch die Fürsten ihn nicht mehr schätzen würden. „Unter dem Himmel!“ sagte er.

O Tag ewiger Schmach, wenn diese Abrahamstochter vorangehen wird Tausenden von Christen, die kein Opfer der Liebe und des Dankes hatten für ihren Erlöser, die das nächste Opfer nicht geopfert: sich selbst Ihm ergeben! Vergeblich wird die Klage sein: du forderst zu Großes, zu viel Verleugnung. Die Armut, die doch ihr alles gab, wird uns richten. Auf das Scherflein der Witwe wird der Richter zeigen: wie leicht wars, Ihn zu erfreuen! Und daneben wird Er uns Seine durchgrabenen Hände und Füße zeigen: und wir werden vergehen vor Weh, dass wir für die Augen, die uns suchten mit solcher Treue, kein Anblick der Freude sind am Tage des Gerichts und der Ernte. Vor allem aber lasst uns die beste Weise lernen, unseres Gottes und Erlösers Herz durch hohes Vertrauen zu erfreuen! So erfreut ein Sünder Gott, wenn er statt auf Begründung eigenen Verdienstrechtes vor Ihm zu danken, mit seiner tiefen Seelenarmut dem ewigen Erbarmen in die Hände zu fallen wagt. Es ist auch dies ein Opfer sich selbst vergessender Armut, ja wahrster Armut. So gib dich selbst! In vollem Sinn heißt das: aus deiner Armut geben alles, was du hast und nicht hast. So gib vor allem dich selbst, und am Tage der Ehren wird deine Armut deines Richters Freude sein! Amen. (Gerhard von Zezschwitz)


Und Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt, denn Alle die eingelegt haben.
Sind denn die zwei halben Heller etwas so Großes? Sind sie es denn, um derentwillen die Witwe in der Schrift auf ewige Zeiten verzeichnet steht? O nein, da müsste die Schrift voll sein von ähnlichen Geschichten. Das Herz der Witwe ist es, was diese Geschichte in die Schrift gebracht hat. Und solches Herz zu deinem Gotte und deinem Nächsten kannst du auch ohne die zwei Heller haben. Du erkennst hier recht deutlich, dass auch der Ärmste Etwas zu geben hat. Auch der Ärmste hat einen Schatz, der unerschöpflich ist. Ein treues Mitleiden, eine ungeheuchelte Träne bei fremder Not, ein gläubiger Trost aus Gottes Wort, eine brünstige Fürbitte, stehen Jedem zu Gebote, und sind nicht mit Gelde zu bezahlen. Was du nun gibst, Viel oder Wenig, das gib mit deinem Herzen, von Herzen, auch vom Herzen. Reiße es von dir los. Halte es nicht fest, wie der Fischer am Ufer seine ausgeworfene Angel. Bringe es dir nicht wieder vor die Seele, um dich in deiner Tat zu bespiegeln. Lass es getrost hinfließen in dem Strome göttlichen Regiments.

Lieber Herr, mache uns zu recht fröhlichen Gebern, die nicht das kalte Geld allein, sondern vielmehr das warme Herz den Armen mit schenken. Hast du doch dein Herz uns so köstlich geschenkt, dass jeder neue Morgen Zeuge deines Erbarmens ist. Du rechnest nicht mit deinen Gaben, sondern gibst aus unerschöpflicher Güte. Lass auch uns willig werden, von dem, was wir mit deiner Hilfe erwerben, abzugeben an die Darbenden. Ja, lehre uns nicht bloß für uns zu arbeiten, sondern auch für dich und die Deinen. Amen. (Friedrich Ahlfeld)

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