Zuletzt angesehen: Matthäus 2,2

Matthäus 2,2

Matthäus 2,2

Andachten

Da Jesus geboren war zu Bethlehem, zur Zeit des Königs Herodes, kamen die Weisen vom Morgenlande gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande und sind gekommen ihn anzubeten.
Ist nicht vielleicht gerade in deinem Beruf ein Licht, das dir zum Führer dienen kann? Die Weisen waren Sternseher, deshalb wurden sie durch einen Stern gerufen. Fischer waren es, denen der Herr durch einen erstaunlichen Fischzug seine Macht kund tat und die er dann berief, Menschenfischer zu werden. Er macht auch heute noch oft genug etwas im äußeren Berufe eines Menschen zur Angel. Wenn du mit dem Kaufen und Verkaufen beschäftigt bist, denkst du dabei nie an das Wort: „Kaufe die Wahrheit, aber verkaufe sie nicht“? Du bist vielleicht ein Ackermann. Hat Gott nie durch die Furchen des Ackers und durch den Wechsel der Jahreszeiten zu dir gesprochen und den Wunsch in dir erweckt, dass auch dein Herz ein gutes Feld sein möge? O betrachte doch deinen gewöhnlichen Beruf als einen solchen, der zugleich die Tür zu einem höheren Berufe ist. Die, die glauben, ihr irdischer Beruf könne sie nicht zu Christus ziehen, sollten einmal gründlich forschen, ob es nicht doch möglich ist. Gerade dein Beruf scheint vielleicht gar nicht dazu angetan, und doch kann ihn der Herr dazu brauchen. Es kann in mancher anscheinend ungünstigen Schickung eine Mahnung vom Herrn sein. Sei du nur bereit zu hören, so wird Gott schon einen Weg finden, zu dir zu sprechen. (Charles Haddon Spurgeon)


**Wo ist der neugeborene König der Juden? **
O glückselige Seelen, die Jesum suchen! o dreimal gluckselige Seelen, die Jesum finden! Ehret und brauchet alle Mittel der Gnade; häret, lest, betrachtet, erwäget das Wort Gottes; aber bleibt dabei nicht stehen, sondern betrachtet es als einen Stern, der uns zu Jesu weist, und ruhet mit den Weisen nicht eher, bis ihr Jesum selber gefunden habt, diesen Schatz, der im Acker des Worts verborgen ist. Übet euch mit allem Fleiß in allen guten Dingen, aber haltet doch die Reise nicht für Christum selbst, wie die Weisen nicht nur bis nach Jerusalem und Bethlehem, sondern bis ins Haus gingen, wo sie nicht bloß Maria, sondern auch das Kindlein fanden, und nun erst ruhten und durch einen andern Weg heimzogen. Der Weg aber ist Christus. Lernt, aber lernt von ihm; wirkt, aber solche Speise, die euch der Sohn Gottes darreichen wird; seid stark, seid fröhlich, aber in dem Herrn! Achtet sie hoch und wert alle Erquickungen, die euch zu Teil werden, die Trostspruche, die euch einfallen, die Versicherungen, die ihr empfangt, die Aufmunterungen, die euch werden, - aber dringt weiter, dass ihr in Christo erfunden werdet. Alle Welt sei stille vor dem Herrn, und bete ihn an. Huldigt ihm, indem ihr ihm euer Herz gebt, und lasst euren Augen seine Wege wohlgefallen. Empfangt ihn und lasst euer Herz das Haus sein, worin er wohne. Er nehme Besitz von uns, und mache sich alles in uns untertänig, damit wir ewig vor ihm anbeten. (Gottfried Daniel Krummacher)


**Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, stehe da kamen die Weisen vom Morgenlande gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande und sind gekommen, ihn anzubeten. **
Die Weisen, welche nach dem neugeborenen König der Juden fragten, waren Männer aus einem alten, angesehenen Orden der Chaldäer, ein priesterliches Geschlecht, in morgenländischer Weisheit erfahren, vor allem in der Kunde des gestirnten Himmels; Heiden waren es, aber erfasst, wie viele Heiden jener Tage, von der Sehnsucht nach der Erfüllung des den Juden verheißenen Heils. Keine Ehre, die ihnen die Menge erweist, keine Weisheit ihres berühmten Ordens kann ihre Herzen sättigen; eine Himmelssehnsucht erfüllt sie, welcher keine noch so genaue Kunde des Sternenhimmels genügt. Da erbarmt sich ihrer die Liebe Gottes und weist sie, die Erstlinge der Heiden, durch ein wunderbares Sternbild hin auf die Erfüllung jener Heilsverheißungen Israels. Hocherfreut folgen sie der himmlischen Leitung; es kümmert sie nicht, wie wenig die niedere Erscheinung und Umgebung des Christkindes den Erwartungen entsprechen mochte, mit welchen sie sich aufgemacht hatten; sie ärgern sich nicht an dem Stall noch an der Krippe, in welcher es gelegen.

Ist in den Erfahrungen deines eignen Lebens nichts, das sich mit den Erfahrungen der morgenländischen Weisen vergleichen lässt? Hast du nie seinen Stern gesehen? Hast du nie den Zug seiner himmlischen Weisung und Leitung am Herzen gespürt? Wohl uns, wenn die Lust und Sorge, der Spott und die Weisheit der Welt uns den Stern nicht verdunkelt oder ganz aus dem Auge entrückt haben, wenn sein mildes Licht noch immer unsern Lebenspfad erhellt! Und wenn er im Laufe der Zeiten erloschen sein sollte, jener helle Stern, wenn es entschwunden wäre, was einst allein das Leben zum Leben zu machen schien, o dann: auf nach Bethlehem! Nimm die Schrift zur Hand, suche, forsche, bete, bis es nach langem Dunkel wieder helle wird und der Stern in seinem alten Glanze dir wieder aufgegangen ist. (Friedrich Peter Ludwig Luger)


**Wir haben Seinen Stern gesehen. **
Der Stern geht vor den Weisen her, lässt sie nicht, bis dass er sie zu Christo bringe, geht auch nicht weiter, bleibt stehen oben über, da das Kind ist. Also tut das Licht des heiligen Evangelii, das ist wie eine lichte Luzerne (Lampe) in den Finsternissen, als St. Petrus nennt 2 Petri 1,19, und geht vor uns, führt uns, so wir nur daran hängen mit festem Glauben, lässt uns nicht, bis dass es uns bringe zu Christo und der Wahrheit, geht auch nicht weiter; denn außer Christo lehrt es nichts. Also ist in diesem Sternleiten bedeutet die Art und Werke des Evangelii und durch die Magier alle Gläubigen: dass gleichwie sie der Stern leiblich führte zu Christo und sie Ihm leiblich folgten, also führt das Evangelium geistlich die Herzen der Menschen in dieser Welt und die gläubigen Herzen sehen es und folgen auch ihm mit Freuden, bis sie zu Christo kommen. Also rühmt sich St. Paulus 1 Kor. 2,2: Ich habe mich lassen dünken, ich wüsste nichts, da ich bei euch war, denn allein Jesum Christum, und denselbigen nur als Gekreuzigten. Und Kol. 2, 8 verbietet er, wir sollen ja keiner Lehre folgen, die nicht Christum lehrt. Was ist das anders, denn dass dieser Stern allein Christum und nichts andres weist, geht auch nicht weiter. Also sind in dieser Figur alle Menschenlehren verdammt und soll nicht mehr den Christen gepredigt werden, denn das bloße, lautere, einige Licht des Evangelii, und dass wir demselben Sterne sollen allein folgen. (Martin Luther)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
nt/40/matthaeus_2_2.txt · Zuletzt geändert:
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain