Matthäus 25,21
Andachten
Wohl dir, du guter und getreuer Knecht, du bist über Weniges treu gewesen, ich will dich über Vieles setzen, gehe ein zur Freude deines Herrn.
Himmlischer Vater, schon wieder ist ein Tag unseres Lebens dahingeeilt. So schwindet Tag um Tag, Woche um Woche, Jahr um Jahr dahin, und wie bald wird auch das letzte Jahr, der letzte Tag herangerückt sein, wo unsere Seele von uns gefordert wird und wir Rechenschaft geben sollen von unserm Tagwerk. Du aber, ewiger Gott, du bleibest wie du bist und deine Jahre nehmen kein Ende. Kein Ende nimmt auch deine Gnade, deine Barmherzigkeit und Treue. In unveränderter Liebe thronst und waltest du über dem Wechsel der Dinge und trägst uns mit mächtigen Armen durch den Strom der Zeiten. Aller Augen warten auf dich und du gibst ihnen ihre Speise zu ihrer Zeit; du tust deine Hand auf, so werden sie mit Gütern gesättigt. Die Menschenkinder irren und fehlen; aber deine Langmut wird nicht müde, sie zu tragen. Du lässt deine Sonne scheinen über Gute und Böse und regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn wir zu versinken glauben in den Tiefen der Not, so reißest du uns heraus und machst unsern Kleinmut zu Schanden. Ja Herr, du bist Allen gütig und erbarmst dich aller deiner Werke. Auch am heutigen Tag hast du dich väterlich unser angenommen und uns zu unserm Tagewerk gestärkt und beigestanden. Was wir zu Stande gebracht haben, durch deine Gnade und deine Kraft ist es uns gelungen. Was wir aber gefehlt und unterlassen haben, das, o Vater, lehre uns in der Tiefe des Herzens erkennen und, deiner Vergebung gewiss, ungesäumt daran gehen, es wieder gut zu machen. Behüte uns auch in der kommenden Nacht. Sollte es aber die letzte Nacht unseres Lebens sein, so sei uns gnädig und nimm unsere Seelen auf in deinem Frieden. Amen. (Robert Grubenmann)