Matthäus 21,4
Andachten
Das geschah aber alles, auf dass erfüllt würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig.
Er kommt zu dir sanftmütig. Er ist sanftmütig und von Herzen demütig. Was hilft es uns, dass er ein gerechter Herr wäre, und wollte uns nach seiner strengen Gerechtigkeit ein Urteil sprechen, dass uns der Nacken blutete? Was hilft es uns, dass er ein Helfer wäre, wenn er uns seiner Hilfe nicht wollte lassen genießen? Weil er aber sanftmütig ist, so wird er in Gnaden seine Gerechtigkeit mit uns teilen, damit wir unsre Knie vor ihm können beugen und mit unsern Zungen fröhlich sprechen: im Herrn Jesu habe ich Gerechtigkeit (Jes. 45, 24.). Das ist sein Name: Herr, unsre Gerechtigkeit (Jerem. 23, 6.). Gleich wie die weltlichen Könige im Anfang ihrer Regierung in die Städte ziehen, damit ihnen die Untertanen die Schlüssel überantworten, und zu ihrer Krone schwören und huldigen, also lässt dein Seligmacher bald im ersten Evangelium im Kirchenjahre dein Herz von seinem Einzuge berichten; denn du sollst ihm heute aufs Neue huldigen, dass du ihm willst das zukünftige Jahr treu bleiben. Niemand sei der letzte; hier müssen faule Beine und verdrossene Herzen alles Unglück haben. Der Letzte muss in die Hölle. (Val. Herberger.)